Ruhrtal entscheidet Abwehrschlacht für sich

Vor den beiden Spitzenspielen in den kommenden Wochen galt es für die erste Mannschaft vergangenen Sonntag erst einmal,  sich den direkten Verfolger aus Mengede vom Leib zu halten.

Bereits in den ersten Spielminuten wurde ersichtlich, dass man als Zuschauer kein Offensivspektakel erwarten durfte. Kompakt stehende Abwehrreihen die mit hoher Laufbereitschaft und der notwendigen Aggressivität agierten, ließen auf beiden Seiten nur wenige gute Chancen zu. Gelang es dann einer Mannschaft doch einmal, die Abwehr zu durchbrechen und zu einer guten Wurfgelegenheit zu kommen, scheiterte man an den stark aufspielenden Torhütern. Hinzu kamen bei den Ruhrtalern einige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, wodurch sie ihre läuferische Überlegenheit nicht ausspielen konnten und sich die Tore im aufgebauten Angriff hart erarbeiten mussten. Der Halbzeitstand von 4:4 (!) machte mehr als deutlich, worauf der Fokus der Partie lag. Dementsprechend war auch die Halbzeitansprache von Trainer Stephan Pade, der von seiner Mannschaft im eigenen Angriff eine höhere Konzentration und Laufbereitschaft forderte.

Dies setzten die Ruhrtaler in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit auch sofort um. Innerhalb weniger Minuten gelang es, einige Bälle abzufangen und durch gut ausgespielten Gegenstöße zu einfachen Toren zu gelangen (7:4). Leider gelang es nicht, dies über die gesamte zweite Halbzeit fortzuführen, wodurch die Gäste wieder auf 9:8 herankommen konnten. Ein erneuter zwischenspurt der Ruhrtaler gepaart mit einigen Paraden von Tohrüter Jens Agatz besiegelte anschließend jedoch die Niederlage für Mengede und Ruhrtal konnte sich erneut absetzen (12:9). In der Schlussphase versuchten die Gäste noch einmal, mit einer 5-1 Deckung für Unruhe zu sorgen, der erhoffte Effekt blieb allerdings aus und Ruhrtal gewann die Abwehrschlacht mit 14:10.

Trainer Stephan Pade war entsprechend nur zur Hälfte zufrieden mit der gezeigten Leistung der ersten Mannschaft: „Das Spiel war geprägt von 2 sehr guten Abwehrreihen mit guten Torhütern dahinter. Dies ist sicherlich für den Zuschauer nicht so attraktiv, entspricht jedoch zumindest im Abwehrbereich dem, das man sich als Trainer vorstellt. Dies kann und darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass wir uns in den nächsten beiden Spielen gegen den OSC Dortmund 2 und Ewaldi Aplerbeck im Angriff deutlich steigern müssen. Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. Aus einer geschlossen guten Mannschafsleistung in der Abwehr sticht die Leistung von Jens Agatz im Tor allerdings noch heraus.“

Es spielten: Böker, Agatz, Denner, Glass (4), Osthaus (1), Teeke (1/1), Gies (1), Cassel (2), Dickamp (3), Ader (2/1), Winter