Ruhrtaler sorgen zuhause schon früh für klare Verhältnisse

Nach der knappen Niederlage am vorherigen Wochenende ließ die erste Mannschaft in eigener Halle nichts anbrennen. Von Beginn an setzte man die Gäste aus Schüren durch hohes Tempo im Angriff unter Druck und rissen immer wieder Lücken in den Abwehrverband. Nachdem man zunächst in fäxff eigenen Abwehr noch mit einigen

Unkonzentriertheiten zu kämpfen hatte, gelang es den Ruhrtalern sich bis zur 17. Minute von 5:4 auf 11:4 abzusetzen. Die Ruhrtaler dominierten vor allem dank des hohen Tempos und einer kompakt stehenden Abwehr, die nur wenige Würfe aus der Nahwurfzone zuließ. Dies spiegelte sich auch im Halbzeitstand von 15:8 wieder. Nach dem Seitenwechsel blieben die Kräfteverhältnisse zwar weiterhin eindeutig, in der Abwehr agierte man jedoch nicht immer mit der notwendigen Aggressivität  und kassierte dadurch einige Gegentore durch Würfe aus dem Rückraum. In der Offensive leistete man sich keine Schwächephasen und hielt die Gäste dadurch permanent auf Distanz.  Mit zunehmender Spieldauer profitierten die Ruhrtaler immer mehr von ihrem Tempospiel, dem Schüren nicht mehr folgen konnte und so einige leichte Tore ermöglichte.

Entsprechend zufrieden war auch Trainer Stephan Pade nach dem Spiel:“ Das war ein souveräner, auch in dieser Höhe verdienter Sieg. Wir sind frühzeitig in der ersten Hälfte auf 7 Tore davongezogen (11:4) weggezogen und haben den Gegner abschließend nie näher als auf 5 Tore herankommen lassen. Insgesamt eine sehr zufriedenstellende Leistung, aus der dieses Mal Marvin Küper und Florian Glass noch leicht herausragten.“

Es spielten: Böker, Ader (2/1), Cassel (2), Böhmer (4), Glass (7), Andersen (1), Teeke (6/1), Küper (5), Gies (2), Winter, Denner (1), Dickamp (1)

Ruhrtaler verlangen dem Spitzenreiter alles ab

Ein bis zum Ende spannendes und mitreissendes Spiel wurde den Zuschauern geboten, als die Ruhrtaler zu Gast beim Tabellenführer Husen-Kurl waren.

Von Beginn an präsentierten sich die Ruhrtaler hellwach und konnten durch temporeichen Handball im Angriff immer wieder Nahtstellen in der Deckung der Gastgeber finden. In der eigenen Abwehr präsentierte man sich über weite Strecken stabil und ließ nur wenige leichte Gegentore zu. Dadurch konnten sich die Ruhrtaler recht schnell einen kleinen Vorsprung erspielen, den sie bis zur Halbzeit auf 3 Tore ausbauen konnten (10:13). Insbesondere die Anspiele an den Kreis konnte man über weite Strecken souverän verteidigen,  wodurch Husen-Kurl immer wieder zu würfen aus der zweiten Reihe gezwungen wurde, die meist sichere Beute für die Torhüter waren.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen die Ruhrtaler zunächst einige Chancen aus, den Vorsprung noch weiter auszubauen und schenkten im Gegenzug den Ball zu oft durch unkonzentrierte Pässe her. Dies hatte zur Folge, dass sich die Gastgeber wieder herankämpfen konnten und Mitte der zweiten Halbzeit zum 17:17 ausgleichen konnten. Im Anschluss daran verpassten die Ruhrtaler es, sich wieder auf mehr als 2 Tore abzusetzen. In einer extrem engen Schlussphase hatte Husen-Kurl das glücklichere Ende für sich und konnte in letzter Sekunde, nachdem Ruhrtal zuvor beim Stand von 25:25 zumindest das Unentschieden hättet klarmachen können, zur, wohlgemerkt ersten, jedoch entscheidenden, Führung zum Entstand von 26:25 treffen.

Nach Abpfiff war die Enttäuschung bei den Spielern, wie auch bei Trainer Stephan Padd groß: „Es ist sehr schade, dass wir uns für unsere gute kämpferische Leistung nicht selbst belohnt haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass man auswärts beim Tabellenführer 55 Minuten lang in Führung liegt. Daher ist es sicherlich unglücklich, wenn man 5 Sekunden vor Schluss in Unterzahl noch den entscheidenden Treffer zur Niederlage hinnehmen muss. Alle Spieler haben sich positiv eingebracht, von daher ist auch niemand herauszuheben.“

Es spielten: Böker, Agatz, Denner (1), Glass (5), Ader (6), Andersen, Küper (5), Teeke (4/4), Cassel (1), Dickamp (2), Böhmer (1), Winter

Unkonzentrierte Ruhrtaler kommen gegen Tabellenschlusslicht nicht über ein Unentschieden hinaus

Zum Start der Rückrunde weckten die zuletzt so sicheren Ruhrtaler Erinnerungen an den desaströsen Saisonstart. Bereits innerhalb der ersten Spielminuten vergaben die Ruhrtaler zahlreiche hochkarätige Torchancen. Durch die zunächst ebenfalls zu passiv und langsam agierende Abwehr musste man mit ansehen, wie der Tabellenletzte aus Dortmund Stück für Stück davonzogen. Nach 19 Minuten gelang der ersten Mannschaft lediglich 2 Tore (6:2). Zwar schraubten die Ruhrtaler die Torfrequenz anschliessend etwas nach oben und konnten bis zur Pause auf 9:8 verkürzen, Grund zur Euphorie bestand jedoch noch lange nicht. Zu unkonzentriert war dazu das Angriffsspiel, in dem man die gegnerische Abwehr zwar immer wieder ausspielte, dann jedoch am gegnerischen Torhüter oder dem Aluminium scheiterte.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Jedes Tor mussten sich die Ruhrtaler aufgrund ihrer Abschlussschwäche quasi doppelt erarbeiten, konnten jedoch trotzdem zum 11:11 ausgleichen. Einen wirklichen Aufschwung konnte dies der ersten Mannschaft jedoch nicht geben, nach 20 Minuten lag man wieder mit 3 Toren zurück (18:15). Erst in den Schlussminuten gelang den Ruhrtalern nach etlichen weiteren vergebenen Chancen der Ausgleich zum Endstand von 19:19. Sekunden vor dem Ende wäre sogar noch ein Sieg drin gewesen, doch passend zum bisherigen Spielverlauf  vergab man auch diese Chance.

Entsprechend frustriert war auch Trainer Stephan Pade nach dem enttäuschenden Remis: „Über die Abwehrleistung inklusive der Torhüter gibt es nicht viel zu sagen. Bis auf wenige Szenen ist das ein ganz ordentlicher Auftritt gewesen. Dafür spricht auch die Zahl von 19 Gegentoren. Was wir allerdings dafür vorne in Puncto Abschluss demonstriert haben, war an diesem Tag wirklich unter aller Kanone. Und das sage ich, ohne gegenüber den gegnerischen Torhütern respektlos sein zu wollen. Dafür spricht die Bilanz von insgesamt 23 Fehlversuchen und 5 vergebenen 7-Metern. Schlimm dabei ist nur, dass von diesen insgesamt dann 28 Fehlversuchen 25 glasklare Torchancen waren. Es ging in diesem Spiel also nicht darum, dass wir spielerisch versagt hätten. Wir sind letztendlich lediglich an unserer Abschlussschwäche gescheitert. Angenehme Ausnahme dabei, zumindest weitestgehend, war Rückraumspieler Dominik Ader.“

Es spielten: Böker, Agatz, Gies, Küper (1), Ader (8/1), Teeke (3), Glass (3), Cassel (2), Böhmer, Dickamp (1), Winter, Andersen (1)

Dezimierte Ruhrtaler überzeugen im Derby

„Heute müssen wir über unsere Schmerzgrenzen hinaus gehen“, so die Ansage von Trainer Stephan Pade an die erste ruhrtaler  Manschaft am vergangenen Samstag vor dem Duell gegen den Lokalrivalen Annen-Rüdinghausen. Hintergrund war die nur sehr sporadisch bestückte Bank der Ruhrtaler, die auf einige Kräfte im Rückraum verzichten mussten.

Umso mehr überraschten die Ruhrtaler durch zunächst sehr sicheres und überlegtes Angriffsspiel, mit dem man sich immer wieder klare Torchancen erspielen konnte. Anfängliche Absprachefehler in der Deckung sorgten jedoch dafür, dass sich die Anfangsphase noch sehr ausgeglichen gestaltete (4:4). Im Laufe der ersten Halbzeit fand sich Abwehr jedoch immer besser, wodurch man den Gastgebern keine einfachen Tore mehr erlaubte. Im Angriff gelang es über die kompletten ersten 30 Minuten die Konzentration hoch zu halten und dadurch langsam bis zum Halbzeitstand von 10:15 davonzuiehen. Besonders auffällig war, dass trotz der ungewohnten Besetzung kein spielerisches Abfallen gegenüber den Spielen mit voller Besetzung zu beobachten war.

In der zweiten Halbzeit machten die Ruhrtaler sofort da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Sowohl in 1-gegen1 Situationen, als auch im konzeptionellen Spiel sah die Abwehr der „jungen HSG“ ein ums andere mal ziemlich alt aus. Beim Spielstand von 13:20 schien das Spiel fast schon entschieden, dann musste man allerdings dem hohen Laufaufwand in der Abwehr und den geringen Wechselmöglichkeiten Tribut zollen. Im Innenblock bekam man keinen Zugriff mehr auf die Rückraumspieler und ermöglichte es Annen-Rüdinghausen, die sich zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgaben, sich wieder heranzukämpfen und tatsächlich noch einmal zum 28:28 auszugleichen. Die Hoffnung der Gastgeber währte jedoch nur kurz, mit einem 4:0 Lauf zog Ruhrtal innerhalb kurzer Zeit wieder davon und sicherte sich damit den verdienten 29:32 Auswärtssieg zum Ende der Hinrunde.

Trainer Stephan Pade  war insbesondere von der Einstellung seiner Mannschaft beeindruckt: „Ich freue mich natürlich sehr über eine kämpferisch tadellose Leistung. Zumal, wenn man berücksichtigt, unter welchen Umständen dieser Erfolg zustande gekommen ist. Ich neige normalerweise nicht dazu, über personelle Missstände zu jammern, aber ich finde diese mal sollte nicht unerwähnt bleiben, dass mit Denner, Heier, Ader, Hensel und Glass gleich 5 Rechtshänder für den Rückraum fehlten. Ich wüsste ehrlich gesagt keine andere Mannschaft der Liga, die diese Ausfälle hätte kompensieren können. Da fällt es auch nicht ins Gewicht, dass wir dem Gegner erlaubt haben, nach einer 13:20 Führung auf 28:28 auszugleichen, wenn wir danach die Moral besitzen, trotz psychologischem Nachteil, direkt wieder auf 4 Tore wegzuziehen (28:32). Ich bin mittlerweile als Trainer über 30 Jahre im Geschäft, aber das nötigt selbst mir Respekt ab.

Es fällt mir schwer, aus der geschlossen guten Mannschaftsleistung jemanden herauszuheben, jedoch sticht die Leistung von Kreisläufer Niklas Teeke heraus. Dabei sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass er von den Rückraumspielern immer wieder außerordentlich gut in Szene gesetzt wurde.“

Es spielten: Böker, Agatz, Gies (1), Küper (5), Osthaus (5), Andersen (2), Dickamp (4), Cassel (1), Böhmer (3), Teeke (11/3)

Erfolgreicher Start für die zweite Mannschaft

Auch die zweite Mannschaft startet mit einem deutlichen Sieg gegen Westfalia Hörde ins neue Jahr. Einige Spieler waren in Skifreizeit und so trat man mit nur zwei Wechselspielern an. Gestaltete sich das Spiel zu Beginn etwas träge und ausgeglichen, zogen die Ruhrtaler zur Mitte der ersten Halbzeit dann deutlich davon. Durch einfache Spielzüge spielte man sich immer wieder klare Chancen heraus, welche auch in Tore umgewandelt wurden. So stand es zur Halbzeit schon 15:6. Auch in der zweiten Hälfte hatte der Dortmunder Angriff kaum Chancen gegen die sehr stabile Abwehr der Wittener Routiniers. Diese spielten in Ruhe ihren Streifen herunter und setzten sich immer weiter ab. Den Gegnern gelangen kaum Tore. Dies ärgerte die wesentlich jüngeren Hörder Spieler so sehr, daß sie sich zu Wutausbrüchen und einer Tätlichkeit hinreißen ließen, was auch konsequent vom Schiedsrichter mit roter Karte und später sogar einem Ausschluss geahndet wurde. So schwächten sich die Gäste weiterhin selbst und der hohe Sieg der dritten Mannschaft war zu keiner Zeit gefährdet. So stand es am Ende verdient 35:13 für unsere Mannschaft.

Es spielten: Falkenstein, Färber, W. Krefter, N. Krefter, Naglik, Stumpf, Drewezke, Czardybon, T. Winter,

Ruhrtal startet mit glanzlosem Sieg ins neue Jahr

Mit dem ersten Spiel im neuen Jahr gegen die DJK Westfalia Hörde hatten die Ruhrtaler die Gelegenheit, trotz des verkorksten Saisonstarts das Punktekonto noch in der Hinrunde auszugleichen.

Das Spiel begann zunächst recht zäh, die erste Mannschaft brauchte bis zur Mitte der ersten Halbzeit, um richtig ins Spiel zu kommen. Zunächst passierten noch zu viele Unkonzentriertheiten in der Abwehr, sowie einige überhastete Abschlüsse im eigenen Angriff. Bis zum 6:5 konnten die Gäste so an den zuletzt so starken Ruhrtalern dranbleiben. Nach einer Auszeit stabilisierten sich die Ruhrtaler in der Deckung und spielten vorne geduldiger, auch, wenn noch zu viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren gingen. Die Führung zur Halbzeit von 14:7 war dadurch mehr als verdient.

In der zweiten Halbzeit spielten die Ruhrtaler zwar meist souverän und ließen keinen Zweifel daran, wer spielerisch die stärkere Mannschaft ist, verbaselten jedoch zu viele Bälle in der ersten und zweiten Welle oder scheiterten aus aussichtsreicher Position am gegnerischen Torhüter. Da die Abwehr dafür gleichbleibend sicher stand, konnten die Gäste zu keinem Zeitpunkt großartig Kapital daraus schlagen, sondern vielen trotzdem weiter zurück, bis zum höchsten Rückstand von 22:12 nach 49 Minuten. Lediglich einer unkonzentrierten Schlussphase der Ruhrtaler war es geschuldet, dass die Niederlage letzten Endes nicht noch höher ausfiel, sondern auf 23:15 verkürzt werden konnte.

Dass man nächste Woche gegen den Lokalrivalen aus Annen eine konzentriertere Leistung abliefern muss, um siegreich vom Platz zu gehen, weiss auch Trainer Stephan Pade: „Mit der Abwehrleistung bin ich sehr zufrieden. Allein im Angriff hätte ich mir speziell in der 2. Halbzeit noch etwas mehr effizienz gewünscht. Bei allem Respekt, aber 9 Tore in der 2. Hälfte gegen Westfalia Hörde ist zu wenig. Nichtsdestotrotz freue ich mich natürlich über den deutlichen Sieg und unser erstmalig ausgeglichenes Punktekonto. Herauszuheben ist sicherlich die Avwehrleistung der gesamten Mannschaft, sowie die Leistung von Florian Glass im Angriff.“

Es spielten: Böker, Agatz, Küper, Osthaus (1), Andersen (1), Dickamp (3), Teeke (1), Razeng (1), Glass (7), Cassel (2), Gies (2), Böhmer (3), Ader (2)

Ruhrtaler mit Punktgewinn in die Winterpause

Im letzten Spiel des Jahres musste die erste Mannschaft beim Tabellenführer DJK Ewaldi Aplerbeck antreten. Hier wollte man den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und mit einem Sieg das Punktekonto wieder ausgleichen.

Zunächst begannen die beiden Mannschaften zwar auf Augenhöhe, dass hier allerdings zwei der besten Abwehrreihen der Liga aufeinandertrafen, konnte man nicht erkennen. Während die Ruhrtaler vor allem im Innenblock riesige Lücken boten, in die die beweglichen Rückraumspieler der Gastgeber stoßen und aus der Nahwurfzone werfen konnten, bekam Aplerbeck die Würfe aus dem Rückraum nicht in den Griff. Dieses Schema zog sich durch die gesamte Anfangsphase, bis zum 12:11 nach ca. 18 Minuten. Dann lief bei den Ruhrtalern plötzlich garnichts mehr zusammen, innerhalb kurzer Zeit zog der Spitzenreiter auf 17:11 davon. Hier profitierte dieser auch von zahlreichen technischen Fehlern der Ruhrtaler im eigenen Angriff. Bis zur Pause gelang es, die Abwehr deutlich zu stabilisieren, wodurch man den Rückstand bis zur Pause wieder auf 17:14 verkürzen konnte. Ein weiterer Faktor war die Umstellung auf eine 5:0 +1 Abwehr, wodurch der starke Mittelmann der Aplerbecker nicht mehr so zur Entfaltung kam.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gastgebern zu keinem Zeitpunkt, diese Führung erneut auszubauen. Im Gegenteil, die Ruhrtaler kämpften sich aus einer deutlich kompakteren und aggressiveren Deckung heraus weiter heran und glichen Mitte der zweiten Halbzeit erstmals zum 20:20 aus. Danach entwickelte sich ein extrem enges und spannendes Spiel, in dem es keiner Mannschaft gelang, sich auf mehr als 2 Tore abzusetzen. Eine Minute vor Schluss sah es noch so aus, als würden die Ruhrtaler sogar 2 Punkte aus der Halle entführen (25:27), einige Unkonzentriertheiten führten jedoch dazu, dass man sich noch den Ausgleich einfing und sich mit einem Unentschieden zufrieden geben musste. Der eher verhaltene Jubel der Ruhrtaler über den Punktgewinn beim Spitzenreiter spiegelte das neue Selbstbewusstsein und Selbstverständnis der ersten Mannschaft wieder, das sich nach dem desaströsen Saisonstart wieder aufgebaut hat.

Trainer Stephan Pade geht mit einer positiven Bilanz aus den letzten Spielen in die Winterpause:

„Bemerkenswert ist, dass wir aus unseren letzten 3 Spielen, allesamt gegen Top-Mannschaften der Liga ungeschlagen mit 4:2 Punkten herausgegangen sind. Dies zeigt, dass wir uns in der entsprechenden personellen Besetzung und mit der notwendigen Einstellung vor keinem Gegner der Liga verstecken müssen.

Es ist schön zu sehen, dass wir in der Lage sind, immer wieder hohe Rückstände, auch gegen den Tabellenführer aufzuholen. Lieber wäre es mir allerdings, wenn wir es vermeiden würden, überhaupt erst so hoch in Rückstand zu geraten. Zu erwähnen sind insbesondere die Leistung von Sebastian Heier, vor allem in der ersten Halbzeit, sowie die ebenfalls sehr guten Leistungen von Jakob Böker in der 2. Halbzeit und von Kreisläufer Tobias Andersen über die gesamte Spielzeit.“

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (4), Heier (9/4), Cassel (2), Böhmer, Andersen (4), Küper, Dickamp (1), Teeke (1), Gies (1), Hensel (2), Ader (3)

Ruhrtaler punkten gegen nächste Top-Mannschaft der Liga

Mit dem Heismpiel gegen die 2. Mannschaft des OSC Dortmund stand das zweite von drei Spielen gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze in Folge an.

Nach ausgeglichenen ersten 5 Minuten gelang es den Gästen über ein 3:6 auf 6:12 davonzuziehen. Ermöglicht wurde dies durch einige grobe Abstimmungsprobleme in der ruhrtaler Deckung. Entweder gelang es nicht, die Rückraumspieler in ungünstige Wurfpositionen zu bringen, oder aber man stürzte zu überhastet raus, wodurch der gegnerische Kreisläufer frei stand. Ein weiteres Manko waren die vielen Ballverluste im eigenen Angriff, die dem OSC zu viele Tore in der ersten und zweiten Welle ermöglichte. Erst nach einer guten Viertelstunde kamen die Ruhrtaler besser ins Spiel. Man stand hinten kompakter und trat in den richtigen Momenten heraus. Dadurch gelang es, einige Bälle abzufangen und diese Ballgewinne zu eigenen schnellen Toren zu nutzen. Innerhalb von 10 Minuten konnte man den Rückstand egalisieren und sogar mit 14:13 in Führung zu gehen. Dementsprechend konnten die Ruhrtaler mit dem. Unentschieden von 16:16 zufrieden sein.  Die zweite Halbzeit gestaltete sich zunächst wieder sehr ausgeglichen (20:21 nach 39 Minuten). Dann wurden Ruhrtaler jedoch von einer weiteren Schwächephase erwischt, die Gäste zogen erneut auf 5 Tore davon (21: 26 nach 43 Minuten). Doch auch dieser erneute Rückschlag konnte die Moral der Ruhrtaler nicht brechen. Mit überlegt und sicher vorgetragenen Angriffen gelang es in der Schlussphase immer wieder, die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen. In der eigenen Deckung ließ man kaum noch etwas zu und so schmolz der Rückstand bis zum Ausgleich von 29:29 kurz vor Schluss zusammen. OSC konnte den letzten Angriff dann nicht mehr nutzen, um zum Torerfolg zu kommen und musste sich so gegen aufopferungsvoll kämpfende Ruhrtaler mit dem Unterschieden zufrieden geben.

Trainer Stephan Pade sah die Vorstellung seiner Mannschaft mit gemischten Gefühlen: „Ich freue mich über die offensichtlich gute Moral der Mannschaft. Es ist aller Ehren wert, dass wir in der 1. Halbzeit 6, in der 2. Halbzeit 5 Tore Rückstand aufholen und dann, sicher nicht unverdient, am Ende einen Punkt mitzunehmen. Lieber wäre mir persönlich allerdings, wenn es zu diesen Rückständen garnicht erst kommen würde. Wir werden also zukünftig daran arbeiten, eine konzentrierte Leistung auch über 60 Minuten abrufen zu können. Besonders erfreulich war, dass die Einwechslung von Dominik Ader und Phillip Hensel in beiden Halbzeiten dazu geführt hat, den Rückstand wieder aufzuholen. Erwähnenswert ist darüber hinaus die gute Abschlussquote von Kreisläufer Niklas Teeke, vor allem in der Schlussphase.“

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (3), Heier (4), Ader (5), Dickamp, Böhmer (3), Teeke (5), Hensel (4), Gies (1), Cassel (2), Küper (1), Andersen (1), Winter

Ruhrtal stellt die Tabellenverhältnisse auf den Kopf

Mit der bis dato besten Saisionleistung dominierten hochkonzentrierte Ruhrtaler den Tabellenzweiten aus Bommern. Von Beginn an war man voll da und zeigte in der Abwehr den notwendigen Einsatz und Biss, um den sonst so starken Rückraum der Gäste unter Kontrolle zu bekommen. Mit viel Beinarbeit gelang es zudem, den gegnerischen Kreisläufer fast vollständig kaltzustellen. Im Angriff brauchte man hingehen etwas, um das Visier einzustellen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, gelang es den Ruhrtalern durch variables und konzentriertes Angriffsspiel Stück für Stück davonzuziehen, bis man sich zur Pause einen 4-Tore-Vorsprung erarbeitete (4:4 Auf 13:9). Sowohl aus dem Rückraum, als auch aus der Nahwurfzone, in die die Ruhrtaler durch ihr schnelles Spiel immer wieder gelangen konnten.

In der zweiten Halbzeit gelang es der bommeraner Reserve zu keinem Zeitpunkt, diesen Rückstand zu verkürzen. Im Gegenzug konnten die Ruhrtaler nachlegen und mit einem 4:0-Lauf von 16:12 auf 20:12 vorentscheidend davonziehen. Egal, ob die Gäste dabei mit einer 6:0, oder einer 5:1 Abwehr agierten, die Ruhrtaler hatten stets die richtige Antwort parat. Selbst eine 4:2 Abwehr in den Schlussminuten konnte für die Bommeraner nicht die gewünschte Wirkung erzielen und die Ruhrtaler brachten das Spiel konzentriert und seriös zu Ende. Auch in der Schlussphase konnten sich die Ruhrtaler einmal mehr auf ihre Abwehr verlassen, die den Gästen über die gesamte Spielzeit kaum einfache Tore erlaubte. Der 27:20 Sieg war somit auch in der Höhe mehr als verdient, was von der gut gefüllten Halle auch ausgiebig gefeiert wurde.

Auch Trainer Stephan Pade war sehr zufrieden mit der Leistung der Ruhrtaler:

„Ich bin mit der heutigen  Leistung sehr zufrieden. Wir haben es geschafft, über 60 Minuten mit hohem Laufaufwand eine konzentrierte Leistung abzuliefern und dabei zu keiner Sekunde nachzulassen. Alle taktischen Maßnahmen, die wir während des Spiels noch eingesetzt haben, sind voll aufgegangen. Es wäre an sich unfair, aus dieser wirklich starken Mannschaftsleistung jemanden herauszuheben. Deshalb lasse ich es auch.“

Mit dem OSC steht als nächstes eine weitere Mannschaft aus den Spitzenregionen der Liga auf dem Plan. Mit einem weiteren Sieg könnten die Ruhrtaler dort ihr Punkekonto wieder ausgleichen.

Es spielten: Agatz, Böker, Ader (1), Heier (4), Gies (3), Glass (6), Teeke (6), Dickamp (2/2), Andersen (1), Winter, Küper (1), Hensel, Böhmer (3)

Ruhrtal endlich in der Saison angekommen

Mit dem zweiten Sieg in Folge gelang es der ersten Mannschaft, sich ein Stück von den hinteren Plätzen zu entfernen.

Gegen den TV Mengede erwischten die Ruhrtaler den besseren Start und gingen schnell mit 1:3 in Führung. Dann agierte man jedoch insbesondere im Angriff zu statisch, wodurch die gegnerische Abwehr nicht in Bewegung gebracht wurde und sich nur wenige Lücken in der Deckung auftaten. Auf der Gegenseite verpasste man es, Mengedes Rückraumspieler aus der Nahwurfzone fernzuhalten und kassierte dadurch zu viele einfache Tore. Ein Rückstand von 6:3 war das Ergebnis. Erst nach einer Auszeit von Trainer Stephan Pade kam man besser ins Spiel, agierte aggressiver in der Abwehr und dynamischer im Angriff. Angriffe wurden konsequenter ausgespielt und Balleroberungen in der Abwehr für einfache Tore durch Tempogegenstöße genutzt. Bis zur Halbzeitpause konnte so der 3-Tore Rückstand in einen 3-Tore Vorsprung umgewandelt werden (11:14).

Diesen gelang es in der zweiten Halbzeit zunächst zu verteidigen, bis sich Mitte der Halbzeit eine Schwächephase der Ruhrtaler einstellte, wodurch die Gastgeber wieder ins Spiel kamen (18:21 auf 22:22). Den Ruhrtalern gelang es jedoch, noch einen Gang hochzuschalten und schnell wieder einen Abstand zwischen sich und die Gastgeber zu bringen. Spätestens beim Stand von 23:27 ca. 5 Minuten vor Schluss stand der verdiente Sieger an diesem Spieltag fest. In der Schlussphase war es vor allem die Abwehrarbeit, die verhinderte, dass es noch einmal enge wurde.

Trainer Stephan Pade war mit der Leistung seiner Mannschaft im Großen und Ganzen ebenfalls zufrieden: Nach einer kleineren Schwächephase zwischen der 10. und 15. Minute, in der der Gegner von 1:3 auf 6:3 Das Ergebnis umkehren konnte und einer darauf folgenden Auszeit wurden die besprochenen Dinge konsequent umgesetzt. Hierbei ist insbesonders die erhöhte Laufbereitschaft in der Abwehr, welche dem Gegner häufiger in ungünstige Wurfpositionen zwang, sowie ein konzentriertes, schnelles Angriffsspiel mit den daraus resultierenden Torchancen zu erwähnen. Dies ist auch an den Zwischenständen deutlich abzulesen (über 11:14 zur Halbzeit auf 18:21 bis zum Endstand von 25:28). Dieses Mal besonders herauszuheben ist die konzentrierte Leistung von Spielmacher Florian Glass, der selbst auch noch mit 5 Toren erfolgreich war.“

Es spielten: Böker, Dickamp (2/1), Glass (5), Andersen (2), Osthaus (3), Heier (5/1), Teeke (1), Winter, Gies (3), Böhmer (5), Hensel (1), Küper (1)

Ruhrtaler erkämpfen nach katastrophalem Start ersten Heimsieg 

Mit zwei Wochen Saisonpause im Rücken traten die Ruhrtaler vergangenes Wochenende gegen den Aufsteiger TV Asseln an.

Zu Beginn hatte man jedoch das Gefühl, dass es eher 2 Jahre ohne Handball gewesen wären. Chance um Chance wurde in der Anfangsphase liegen gelassen, sei es durch schlechte Wurfauswahl, technische Fehler oder mangelnde Konsequenz im Abschluss. Auch in der an sich im Verband gut stehenden Abwehr taten sich durch unkonzentrierte Momente einzelner Spieler immer wieder Lücken auf, die die Gäste meist zu nutzen wussten. Bereits zur Mitte der ersten Halbzeit lagen die Ruhrtaler schon deutlich zurück, teilweise mit 7 Toren. Dem Kampfgeist der Ruhrtaler tat dies jedoch keinen Abbruch, Stück für Stück kämpfte man sich heran, agierte konzentrierter im eigenen Angriff und konnte so den Rückstand bis zur Pause auf 4 Tore verkürzen.

Innerhalb kürzester Zeit erzielte man nach der Pause dann die Tore zum 11:13 und war wieder in Schlagweite. Urplötzlich stellte sich jedoch die nächste Torflaute ein und die Ruhrtaler verpassten eine Gelegenheit nach der anderen, den Abstand weiter zu verkürzen, oder, bei Nutzung aller Chancen, sogar in Führung zu gehen. Erst in der 54. Minute gelang dies erstmalig beim Stand von 17:16.

In einer hoch spannenden Schlussphase, die die Ruhrtaler zum Teil in Unterzahl bestreiten mussten, erkämpften sich die Ruhrtaler Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 20:19 Endstand den ersten Heimsieg der Saison.

Auch Trainer Stephan Pade war erleichtert über den Ausgang des Spiels: „Scheinbar hatte der Tabellenstand Auswirkungen auf unsere Gemüter, denn was in den ersten knapp 33 Minuten des Spiels passiert ist, lässt fast keine andere Erklärung zu. Bis auf Cedric Böhmer hatte in dieser Phase niemand auch nur annähernd seine Normalform erreicht. Dies spiegelte sich wieder in unzähligen Fehlversuchen und Ballverlusten vor dem gegnerischen Tor. Zudem machten uns immer wieder individuelle unkonzentriertheiten in der Abwehr zu schaffen. Das Resultat war der höchste Rückstand des Spiels mit 4:11. Glücklicherweise gelang es und noch vor der Pause diesen auf 4 Tore zu verkürzen.

Beachtlich war dann allerdings, trotz der zuvor genannten Schwierigkeiten, die Moral, welche die gesamte Mannschaft bewies. So konnten wir erstmals in der 54. Minute beim Stand von 17:16 das Spiel komplett drehen. Das nötige Quäntchen Glück, welches uns in den ersten 30 Minuten noch fehlte, stand uns dann in den Schlussminuten zur Seite, sodass wir dann, zwar glücklich, aber nicht unverdient, unseren zweiten Saisonsieg einfahren konnten. Herauszuheben ist dabei die Leistung von Cedric Böhmer über die gesamte Spielzeit, sowie die deutliche Steigerung der Abwehr und des dann guten Torhüters Jakob Böker.“

Es spielten: Böker, Agatz, Glass, Böhmer (6), Osthaus (3/1), Andersen, Gies (1), Dickamp (1), Teeke (2), Ader (3), Hensel (3), Winter, Küper (1)

Ruhrtaler gegen Höchsten ohne Chance

Gegen den Liga Neuling aus höchsten wollten die Rurtaler für das Wochenende den positiven Schwung aus dem ersten Saisonsieg mitnehmen und sich vom unteren Tabellenende entfernen. Doch von Beginn an kam man sowohl im Angriff als auch in der Abwehr nicht an das zuletzt dargebotene Level heran. In der Abwehr stand mal nicht kompakt genug und agierte auch nicht mit der nötigen Konsequenz um den Gegner aus der Nahwurfzone herauszuhalten. Insbesondere die Rückraumspieler auf den Halbposition kamen immer wieder zu guten Wurfchancen welche sie meist auch konsequent nutzten. Hinzu kamen auf Seiten der Ruhrtaler eine Vielzahl von 2-Minuten Strafen, wodurch sich die Räume für den Gegner im Angriff noch vergrößerten und es für die Ruhrtaler immer schwieriger wurde, ein angemessenes Tempo in den eigenen Angriff zu legen. Mitte der ersten Halbzeit lag man so bereits überdeutlich mit 12:3 hinten. Nach einer Auszeit kam man anschließend besser ins Spiel und konnte den Rückstand auf bis zu 5 Tore verkürzen (14:9). Zahlreiche technische Fehler verhinderten jedoch ein näheres herankommen, sodass man wieder mit Toren Rückstand in die Pause ging.In der zweiten Halbzeit gelang es den Ruhrtalern dann nicht mehr, den Gegner noch einmal richtig unter Druck zu setzen, was vor allem an der durch die vielen Zeitstrafen verunsicherten Abwehr lag, aber auch am weiterhin zu langsamen und ungenauen Angriffsspiel. Höchsten konnte so noch einmal davonziehen und letzten Endes einen ungefährdeten 28:17 Heimsieg verbuchen.
Trainer Stephan Pade hofft, dass sich die Mannschaft in den kommenden spielfreien Wochen nun erneut sammeln kann:

„Leider setzte sich die alte Tradition fort, dass wir gegen Mannschaften die mit routinierten Spielern besetzt sind welche teils auch schon höher gespielt haben, immer wieder Probleme haben. Dies spiegelt sich vor allem bei vielen individuellen Fehlern beim Abwehr Verhalten in 1 gegen 1 Situation wieder. Hinzu kam noch fehlendes Tempo im aufgebauten Angriff, vor allem in der ersten Hälfte. Zudem waren einige Spieler an diesem Abend von ihrer Normalform weit entfernt.“
Es spielten: Böker, Osthaus (1), Teeke  Glass (2), Heier (8/6), Gies (1), Küper, Winter (1), Andersen, Ader (1), Dickamp (1), Böhmer (2)