Ruhrtal erwischt schlechten Rückrundenstart

So hatten sich die Spieler der ersten Mannschaft des DJK TuS Ruhrtal den Start in das neue Jahr mit Sicherheit nicht vorgestellt. Nach zuletzt sehr starken Leistungen in den Wittener Derbys musste man sich in Aplerbeck mit einem Unentschieden zufrieden geben. Obwohl man nicht schlecht ins Spiel fand, konnte man sich in der ersten Halbzeit nicht entscheidend absetzen. Auch wenn das Team in der Abwehr zumeist recht kompakt stand, hielt man den spielerisch unterlegenen Gegner durch eine Vielzahl von Fehlwürfen in der Partie. Vieler Balleroberungen standen ebensoviele Ballverluste im eigenen Angriff gegenüber. Man schaffte es nicht, über einen längeren Zeitraum die nötige Bewegung ohne Ball zu leisten. Trotzdem reichte es zum Halbzeitpfiff zu einer Pauenführung (9:13). Richtig zufrieden war damit jedoch keiner der Ruhrtaler Akteure.

Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an die eigene Leistung dann auch in der zweiten Halbzeit. Doch diese sollte man zunächst bitter enttäuschen. Auf einmal geriet nicht nur der Angriff völlig ins Stocken, auch die bisher recht solide stehende Abwehr agierte nun nachlässig. Man kassierte ein leichtes Tor nach dem anderen und der recht komfortable Vorsprung von fünf Toren (9:14) schmolz dahin. Mitte der zweiten Halbzeit gerieten die Ruhrtaler sogar 16:14 in Rückstand, was Trainer Stephan Pade zu einer frühen Auszeit zwang. Diese sollte ihre Wirkung auch nicht verfehlen. Die mannschaft riss sich wieder am Riemen und war bereit, den nötigen Schritt schneller zu sein und in der Abwehr wieder besser zuzupacken. Mit erneut unter Beweis gestellter guter Moral bog man das Spiel wieder um und ging Ende der zweiten Halbzeit wieder in Führung. Zwei Minuten vor Schluss lag man sogar mit drei Toren in Front. Dann geriet das Team in Unterzahl und spielte gegen die offensive Manndeckung der Aplerbecker nicht clever genug, was es ihnen erlaubte, wenige Sekunden vor Schluss noch den Ausgleichstreffer zum 25:25 zu erzielen.
Ebenso unzufrieden mit dieser Leistung wie die Spieler war auch Trainer Stephan Pade: „Ich bin sehr enttäuscht über die erste Viertelstunde nach der Halbzeit. Das war ein kleiner Rückschritt in die Anfänge der Saison, wobei mir insbesondere die richtige Einstellung zum Spiel gefehlt hat. Bekanntermaßen ist das genau das, was mich richtig sauer macht. Diese Phase setzt sich dann als Kettenreaktion fort. Schon früh musste ich die grüne Karte nehmen, die ich zum Schluss dringend gebraucht hätte. Unverständlich ist dann natürlich, dass wir das Spiel trotzdem noch drehen (21:18 auf 21:24) und dann wieder aus der Hand geben. Wenn man 1,5 Minuten vor Schluss mit drei Toren führt, dann muss man das auch mit einem Mann weniger über die Runden bringen. Erfreulich waren dieses Mal lediglich die Torhüterleistungen und die gute Trefferquote von Ole Seemann.“

Es spielten: Böker, Agatz, Denner, (4), Teeke (4), Böhmer, Razeng (4), Dickamp, Ader (3), Seemann (9/2), Suerkemper (1)

Bericht von Niklas Teeke

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