Ruhrtal hält im Derby nur 50 Minuten mit

Am letzten Spieltag der Saison 2017/2018 ging es für beide wittener Mannschaften nur noch um den Ruhm des Derbysiegers. Während Ruhrtal weiterhin auf 7 Feldspieler verzichten musste, reisten die Gäste der HSG Annen-Rüdinghausen mit einer vollen Besetzung an. Von einem Leistungsunterschied sah man in der ersten Halbzeit jedoch nichts. Während die Ruhrtaler wie gewohnt ihre spielerische Stärke im Angriff  nutzten, um sich gute Wurfpositionen zu erarbeiten, setzten die Gäste wie zu erwarten auf Würfe aus dem Rückraum und 1-gegen-1 Situationen. Dabei ließen jedoch beide Mannschaften eine Vielzahl von Chancen liegen, insbesondere die Ruhrtaler wollten zu genau werfen und scheiterten ein ums andere Mal an Pfosten oder Latte. Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Gäste so erstmalig auf 3 Tore absetzen (8:11). Dann drehten die Ruhrtaler jedoch auf, nutzten ihre Chancen konsequent und profitierten von einigen Fehlern der HSG und konnten so bis zur Pause auf 11:11 ausgleichen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setze die erste Mannschaft diesen Trend zunächst fort, vergab beim Stand von 14:12 jedoch eine Vielzahl hochkarätiger Chancen, wodurch die HSG immer auf Schlagdistanz bleiben konnte. Diese Abschlussschwäche konnten die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit nutzen, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen und selbst mit 2 Toren in Führung zu gehen (17:19). In der Schlussphase des Spiels machte sich die dünne Besetzung der Ruhrtaler dann doch noch bemerkbar und es fehlte die letzte Kraft, um das Spiel noch einmal eng zu gestalten. Dadurch konnten sich die Gäste auf bis zu 5 Tore absetzen (18:23) und den Sieg beim Stand von 23:26 einfahren.

Trainer Stephan Pade sah trotz der ersten Derbyniederlage der Saison keinen Anlass zu schlechter Stimmung: „Es war nochmal ein ansehnliches Spiel zum Saisonausklang, das wir bis ca. 10 Minuten vor Schluss offen gestaltet haben. Bei unserer dünnen Personaldecke ist es nicht verwunderlich, dass uns gegen Ende des Spiels dann doch etwas die Kräfte schwinden. Umso wichtiger ist es vorher schon den Grundstein für ein erfolgreiches Spiel zu legen. Dies ist uns im Gegensatz zur letzten Woche gegen Hörde dieses mal leider nicht gelungen. Verantwortlich dafür war das Auslassen mehrerer guter Torchancen. Allein beim Stand von 14:12 5 Minuten nach der Halbzeit hatten wir mehrfach die Chance uns weiter abzusetzen. Insgesamt bin ich mit dem Saisonverlauf gerade wegen der überaus widrigen Begleitumstände sehr zufrieden.“

Es spielten: Böker (1), Agatz (1), Glass (5/1), Denner (6/3), Dickamp (2), Ader (4/2), Gies (1), Cassel (3), Winter