Ruhrtal ohne Punktgewinn

Auch im dritten Auswärtsspiel blieb den Ruhrtalern der erste Sieg verwehrt.
Der Aufsteiger und überraschender Tabellenführer aus Aplerbeck stellte sich den Ruhrtalern in eigener Halle entgegen. Das Spiel verdeutlichte jedoch schnell, dass die Tabelle die Kräfteverhältnisse beider Mannschaften nicht realistisch widerspiegelte. Schnell entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften durch solide Abwehrreihen überzeugten. Da die Gastgeber jedoch den besseren Start im Angriff erwischten führten sie früh mit 3:0. Dieser Zustand war jedoch nicht von Dauer. Ruhrtal biss sich in die Partie und erspielte sich ihrerseits gute Abschlusschanchen, die man nun auch nutzte. Vor allem nach eigenem Ballverlust waren die Aplerbecker anfällig, woraus die Ruhrtaler aber noch zu selten Profit schlagen konnten. Trotzdem reichte es, um den Vorsprung der Gastgeber  nach und nach zu verkürzen und anschließend selbst mit 2 Toren in Führung zu gehen. Eine darauf folgende Schwächephase verhinderte jedoch, dass die Ruhrtaler diesen Vorsprung weiter ausbauen konnten sondern selbst zu Halbzeit mit einem knappen Rückstand (8:10) in die Kabine mussten. Verbesserungspotential besaßen die Ruhrtaler hauptsächlich noch im Angriff. Bei nur 10 Gegentoren darf man nach einer Halbzeit nicht hinten liegen.
Diese Schwäche, die sich nun schon durch die gesamte Saison der Ruhrtaler zieht, konnte man auch in der zweiten Halbzeit leider nicht ablegen. Zu häufig vergab man klare Chancen oder verspielte den Ball durch ungenaue Pässe oder riskante Dribblings , vor der gegnerischen Abwehr. Da man hinten jedoch noch weitestgehend solide stand, gelang es Aplerbeck bis kurz vor Schluss zu keinem Zeitpunkt außerhalb der Schlagdistanz zu gelangen.
Wenige Minuten vor Schluss dann verließ die Ruhrtaler ihre Konzentration. Hinten bot man dem Gegner Freiräume, die auch konsequent bestraft wurden. Die Folge war ein 5:0-Lauf der Gastgeber von 18:16 auf 23:16 und damit eine Niederlage, die vor allem in der Höhe nicht nötig und dem Spielverlauf auch nicht angemessen war.
Zwar boten die Ruhrtaler über große Strecken eine couragierte Leistung,  wett macht das die verlorenen Punkte auf dem Ruhrtaler Konto aber nicht. Dort muss schnellstens wieder etwas zählbares her, wenn man sich aus den unteren Regionen entfernen will.

Es spielten: Agatz, Böker, Heier (1), Osthaus, Hensel (2/2), Teeke (1), Glass (1), Dickamp (1), Böhmer (4), Seemann (5), Andersen (1), Küper

Bericht von Niklas Teeke