Ruhrtal ringt dem Spitzenreiter einen Punkt ab

Gegen den bisher erst mit einem Minuspunkt belasteten WTV Witten bestand die erste Mannschaft des DJK TuS Ruhrtal Witten den Härtetest und kam zu einem mehr als verdienten 28:28 Unentschieden. Von Beginn an zeigte man sich hellwach und führte bereits nach wenigen Spielminuten mit 0:3. Der WTV schien regelrecht überrumpelt von der Dynamik der Ruhrtaler und fand so erst deutlich später ins Spiel, konnte aber begünstigt durch einige leichtfertig vergebene Chancen auf der Gegenseite Mitte der 1. Halbzeit ausgleichen und anschließend sogar die Führung übernehmen. Wirklich weit kam der WTV allerdings nich, Ruhrtal biss sich wieder zurück ins Spiel und verkürzte bis zur Halbzeit wieder auf 14:13. Erreicht wurde dies durch ein kompaktes Verschieben des gesamten Abwehrverbandes, was dem Gegner kaum Räume offenbarte um die Lücken zu stoßen oder den Kreisläufer zu suchen. Gelang dies dann doch, so stand meist sofort der zweite Mann dahinter und half aus. Es schien, als habe der WTV mit solch einer Gegenwehr nicht gerechnet, trennen die Beiden Mannschaften in der Tabelle doch ein paar Plätze.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war jedoch jedem in der Halle klar, dass sich dieser Abstand in keinster Weise in den Leistungen auf dem Spielfeld wiederspiegelte. Sofort erfolgte der Ausgleich zum 14:14 und auch, wenn der WTV anschließend wieder mit 4 Toren davonzog, dominiert wurden die Ruhrtaler zu keinem Zeitpunkt der Partie. Angetrieben von der aufgepeitschten Stimmung in der Halle und den Anfeuerungsrufen ihrer Fans, die der Halle fast schon so etwas wie eine Heimspielatmosphäre gaben, verkürzten die Ruhrtaler den Abstand auf den Gegner Tor für Tor. Langsam breitete sich so etwas wie Unsicherheit beim erfolgsverwöhnten Spitzenreiter der Liga aus, was den geschlossen auftretenden Ruhrtalern in die Karten spielte. Als man dann auch noch 2 Minuten vor Spielschluss das 27:28 Führungstor erzielte, rückte der Sieg schon in greifbare Nähe. Die Abgeklärtheit der WTV-Spieler verhinderte jedoch zumindest die ganz große Sensation. Routiniert spielte man die letzten Minuten hinunter und erzielte noch den Ausgleichstreffer, ehe man sich jedoch an der Ruhrtaler Abwehr, allen voran Torwart Jakob Böker, die Zähne ausbiss und sich so mit einem Unentschieden zufrieden geben musste.
Eine Leistung, auf die nicht nur Trainer Stephan Pade stolz ist:“ Wir haben eine wirklich gute Vorstellung abgeliefert und dem ungeschlagenen Tabellenführer über 60 Minuten Paroli geboten. Nach gutem Start mit einer 6:9 Tore Führung haben wir leider durch Unkonzentriertheiten in eigener Überzahl dem Gegner erlaubt, das Spiel zu drehen (13:10). Aber das, sowie auch ein weiterer 4-Tore Rückstand in der 50. Minute (24:20) konnte uns nicht schocken, sodass wir immer wieder ins Spiel zurückfanden. Bei etwas mehr Glück in der Schlussphase, in der wir bereits mit 27:28 geführt haben, wäre vielleicht sogar noch 1 Punkt mehr drin gewesen. Aber das wäre vielleicht auch ein bisschen viel des Guten. So freuen wir uns über ein gerechtes Unentschieden. Insbesondere freue ich mich über die Leistung von Christopher Dickamp, der nach seiner Verletzung immer besser ins Spiel zurückfindet und Dominik Ader, der in heiklen Situationen Verantwortung übernahm. Einen großen Anteil am Ergebnis hatte zudem Torhüter Jakob Böker, der in der Schlussphase nochmal richtig aufdrehte“.

Es spielten: Böker, Agatz, Denner, (3)
Teeke (3), Böhmer (3), Razeng (7), Dickamp (5), Ader (6/2), Gies, Seemann (1), Radtke, Osthaus, Baumgart

Bericht von Niklas Teeke

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