Ruhrtal stellt die Tabellenverhältnisse auf den Kopf

Mit der bis dato besten Saisionleistung dominierten hochkonzentrierte Ruhrtaler den Tabellenzweiten aus Bommern. Von Beginn an war man voll da und zeigte in der Abwehr den notwendigen Einsatz und Biss, um den sonst so starken Rückraum der Gäste unter Kontrolle zu bekommen. Mit viel Beinarbeit gelang es zudem, den gegnerischen Kreisläufer fast vollständig kaltzustellen. Im Angriff brauchte man hingehen etwas, um das Visier einzustellen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, gelang es den Ruhrtalern durch variables und konzentriertes Angriffsspiel Stück für Stück davonzuziehen, bis man sich zur Pause einen 4-Tore-Vorsprung erarbeitete (4:4 Auf 13:9). Sowohl aus dem Rückraum, als auch aus der Nahwurfzone, in die die Ruhrtaler durch ihr schnelles Spiel immer wieder gelangen konnten.

In der zweiten Halbzeit gelang es der bommeraner Reserve zu keinem Zeitpunkt, diesen Rückstand zu verkürzen. Im Gegenzug konnten die Ruhrtaler nachlegen und mit einem 4:0-Lauf von 16:12 auf 20:12 vorentscheidend davonziehen. Egal, ob die Gäste dabei mit einer 6:0, oder einer 5:1 Abwehr agierten, die Ruhrtaler hatten stets die richtige Antwort parat. Selbst eine 4:2 Abwehr in den Schlussminuten konnte für die Bommeraner nicht die gewünschte Wirkung erzielen und die Ruhrtaler brachten das Spiel konzentriert und seriös zu Ende. Auch in der Schlussphase konnten sich die Ruhrtaler einmal mehr auf ihre Abwehr verlassen, die den Gästen über die gesamte Spielzeit kaum einfache Tore erlaubte. Der 27:20 Sieg war somit auch in der Höhe mehr als verdient, was von der gut gefüllten Halle auch ausgiebig gefeiert wurde.

Auch Trainer Stephan Pade war sehr zufrieden mit der Leistung der Ruhrtaler:

„Ich bin mit der heutigen  Leistung sehr zufrieden. Wir haben es geschafft, über 60 Minuten mit hohem Laufaufwand eine konzentrierte Leistung abzuliefern und dabei zu keiner Sekunde nachzulassen. Alle taktischen Maßnahmen, die wir während des Spiels noch eingesetzt haben, sind voll aufgegangen. Es wäre an sich unfair, aus dieser wirklich starken Mannschaftsleistung jemanden herauszuheben. Deshalb lasse ich es auch.“

Mit dem OSC steht als nächstes eine weitere Mannschaft aus den Spitzenregionen der Liga auf dem Plan. Mit einem weiteren Sieg könnten die Ruhrtaler dort ihr Punkekonto wieder ausgleichen.

Es spielten: Agatz, Böker, Ader (1), Heier (4), Gies (3), Glass (6), Teeke (6), Dickamp (2/2), Andersen (1), Winter, Küper (1), Hensel, Böhmer (3)