Ruhrtaler nehmen Punkt mit zurück über den Fluss

Im dritten Derby der Saison ging es für die erste Mannschaft am vergangenen Samstag zum Aufstiegsaspiranten nach Bommern.

Die Ruhrtaler waren von Beginn an gut auf die Gastgeber eingestellt und erwischten den besseren Start. Das schnelle Angriffsspiel der Ruhrtaler fand immer wieder die Lücken in der gegnerischen Abwehr. Dadurch kam man immer wieder zu guten Abschlusschancen aus der Nahwurfzone. In der Abwehr setze man die zuvor besprochenen taktischen Maßnahmen konsequent um und verhinderte vor allem die erste und zweite Welle der Bommeraner fast vollständig. Die Gastgeber, die sich jedes ihrer Tore hart erarbeiten mussten, scheiterten insbesondere in den Anfangsminuten immer wieder an der kompakt stehenden ruhrtaler Abwehr oder den Torhütern dahinter. Probleme hatten die Ruhrtaler auf der Gegenseite immer dann, wenn sie das Tempo im aufgebauten Angriff verlangsamten und mit zu wenig Vorbereitung zum Torabaschluss kommen wollten. Die Halbzeitführung von 10:11 für die Ruhrtaler spiegelt den Abwehrfokus des Spiels dabei deutlich wieder.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die erste Mannschaft plötzlich in einem ganz anderen Licht. Einige überhastete Abschlüsse und liegen gelassen Großchancen führten in Verbindung mit einer nun ungeordnet stehenden Abwehr dazu, dass Bommern bereits in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit die Führung übernehmen und diese bis auf 3 Tore (19:16) ausbauen konnte. Davon ließen sich die Ruhrtaler jedoch nicht beeindrucken und erkämpften sich mit einem Kraftakt in der Schlussphase wieder  ein Unentschieden. In der letzten Spielminute verpassten es dann beide Mannschaften, den entscheidenden Treffer zu landen, weshalb die Punkteteilung (22:22) dem Spiel auch gerecht wurde.

Auch Trainer Stephan Pade war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden:

„Nach sehr gutem Start unsererseits (4:0) und recht ausgeglichenem Spiel in der Folgezeit hat sich Bommern bis zur Halbzeit bis auf 1 Tor herangekämpft. Verantwortlich dafür war in erster Linie die aggressive Deckungsarbeit des Gegners. Unser Spiel war in der Folgezeit zu stark von Einzelaktionen geprägt, ohne diese durch ein entsprechendes Tempospiel gut vorzubereiten. Trotzdem haben wir Moral bewiesen und einen 3-Tore Rückstand kurz vor Schluss noch in ein Unentschieden umgewandelt. Man muss an dieser Stelle auch einmal akzeptieren, dass der Gegner seine Sache speziell in der Abwehr wirklich gut gemacht hat“.

Es spielten: Böker, Agatz, Denner, Glass (5), Küper (1), Osthaus (1), Dickamp, Winter (1), Teeke (7/5), Gies (2), Cassel (1), Böhmer (3), Ader (1)