Ruhrtaler punkten gegen nächste Top-Mannschaft der Liga

Mit dem Heismpiel gegen die 2. Mannschaft des OSC Dortmund stand das zweite von drei Spielen gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze in Folge an.

Nach ausgeglichenen ersten 5 Minuten gelang es den Gästen über ein 3:6 auf 6:12 davonzuziehen. Ermöglicht wurde dies durch einige grobe Abstimmungsprobleme in der ruhrtaler Deckung. Entweder gelang es nicht, die Rückraumspieler in ungünstige Wurfpositionen zu bringen, oder aber man stürzte zu überhastet raus, wodurch der gegnerische Kreisläufer frei stand. Ein weiteres Manko waren die vielen Ballverluste im eigenen Angriff, die dem OSC zu viele Tore in der ersten und zweiten Welle ermöglichte. Erst nach einer guten Viertelstunde kamen die Ruhrtaler besser ins Spiel. Man stand hinten kompakter und trat in den richtigen Momenten heraus. Dadurch gelang es, einige Bälle abzufangen und diese Ballgewinne zu eigenen schnellen Toren zu nutzen. Innerhalb von 10 Minuten konnte man den Rückstand egalisieren und sogar mit 14:13 in Führung zu gehen. Dementsprechend konnten die Ruhrtaler mit dem. Unentschieden von 16:16 zufrieden sein.  Die zweite Halbzeit gestaltete sich zunächst wieder sehr ausgeglichen (20:21 nach 39 Minuten). Dann wurden Ruhrtaler jedoch von einer weiteren Schwächephase erwischt, die Gäste zogen erneut auf 5 Tore davon (21: 26 nach 43 Minuten). Doch auch dieser erneute Rückschlag konnte die Moral der Ruhrtaler nicht brechen. Mit überlegt und sicher vorgetragenen Angriffen gelang es in der Schlussphase immer wieder, die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen. In der eigenen Deckung ließ man kaum noch etwas zu und so schmolz der Rückstand bis zum Ausgleich von 29:29 kurz vor Schluss zusammen. OSC konnte den letzten Angriff dann nicht mehr nutzen, um zum Torerfolg zu kommen und musste sich so gegen aufopferungsvoll kämpfende Ruhrtaler mit dem Unterschieden zufrieden geben.

Trainer Stephan Pade sah die Vorstellung seiner Mannschaft mit gemischten Gefühlen: „Ich freue mich über die offensichtlich gute Moral der Mannschaft. Es ist aller Ehren wert, dass wir in der 1. Halbzeit 6, in der 2. Halbzeit 5 Tore Rückstand aufholen und dann, sicher nicht unverdient, am Ende einen Punkt mitzunehmen. Lieber wäre mir persönlich allerdings, wenn es zu diesen Rückständen garnicht erst kommen würde. Wir werden also zukünftig daran arbeiten, eine konzentrierte Leistung auch über 60 Minuten abrufen zu können. Besonders erfreulich war, dass die Einwechslung von Dominik Ader und Phillip Hensel in beiden Halbzeiten dazu geführt hat, den Rückstand wieder aufzuholen. Erwähnenswert ist darüber hinaus die gute Abschlussquote von Kreisläufer Niklas Teeke, vor allem in der Schlussphase.“

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (3), Heier (4), Ader (5), Dickamp, Böhmer (3), Teeke (5), Hensel (4), Gies (1), Cassel (2), Küper (1), Andersen (1), Winter