Ruhrtaler Serie reißt in heimischer Halle

Gegen den Aufsteiger Ewaldi Aplerbeck gelang es den Ruhrtalern nicht, über die ganze Zeit, die notwendige Leistung abzurufen. In einem Spiel, das von Beginn an auf Augenhöhe stattfand, konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften absetzen. Die Gäste spielten mit einer offensiven 4-2 Abwehr auf und machten es so den Ruhrtalern schwer, in den richtigen Spielfluss zu kommen. Dadurch mussten die Ruhrtaler immer wieder Würfe aus ungünstigen Positionen nehmen, womit der gegnerische Torhüter zu oft keine Probleme hatte. Die eigene Abwehr stand gewohnt sicher und kompakt, wodurch auch Aplerbeck nicht zu einfachen Toren gelangen konnte. Dafür spielten die Gäste nun zusehends mehr über den Kreis oder mit Einläufern, womit die Ruhrtaler nur schwer zurecht kamen und ungewohnt häufig Abstimmungsfehler auftraten. Aplerbeck gelang es schließlich, sich zum Ende der ersten Halbzeit mit 2 Toren abzusetzen und so bei einem Spielstand von 9:11 in die Kabine zu gehen. Auch die zweite Halbzeit begannen völlig ausgeglichen. Mit zunehmend höherem Spieltempo fielen auf beiden Seiten mehr Tore und auch Gegenstöße gelangen beiden Mannschaften zunehmend. Zunächst konnte dies aber noch keine Mannschaft so richtig zu ihrem Vorteil nutzen, in der 44. Minute stand es immer noch 16:17. Dann jedoch kam auf einmal ein völliger Bruch ins Ruhrtaler Spiel. Vorne lief garnichts mehr zusammen und man schenkte einen Ball nach dem anderen her, was dazu führte dass man sich zahlreiche schnelle Tore einfing. Auch in der Abwehr stand man komplett neben sich und ließ den Gegner viel zu einfach gewähren. Zwischen der 45. Und 51. Minute gelang es Aplerbeck so, sich mit einem 6-Tore-Lauf auf 17:24 vorentscheidend abzusetzen. Doch wo andere Mannschaften dann völlig auseinanderbrechen, bewiesen die Ruhrtaler wieder einmal Moral und bissen sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wieder zurück ins Spiel. Innerhalb weniger Minuten schmolz der Rückstand auf 2 Tore zusammen (22:24), was Aplerbeck zu einer Auszeit zwang. Diese zeigte leider auch Wirkung und der ruhrtaler Lauf geriet ins Stocken, sodass man das Spiel letztens Endes nicht mehr drehen konnte und sich nach 7 ungeschlagenen Spielen in Folge erstmals wieder geschlagen geben musste. Ein bisschen enttäuscht über das Ende dieser Serie war auch Trainer Stephan Pade: “Ewaldi Aplerbeck ist ein Gegner, bei dem man über 60 Minuten mit Vollgas dagegen halten muss, da sie in der Lage sind, das Tempo über die volle Distanz durchzuziehen. Wir waren es heute leider nicht ganz. Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe, mit Ausnahme unserer Schwächephase zwischen der 45. Und 51. Minute, in der der Gegner von 17:18 auf 17:24 davongezogen ist. Was für die Mannschaft spricht ist die Tatsache, dass wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben, sondern uns innerhalb kürzester Zeit wieder bis auf 22:24 herangekämpft haben. Mehr hat der Gegner auch nicht zugelassen. Damit stehen sie für mich auch zurecht in der Spitzengruppe.”

Es spielten: Böker, Agatz, Denner (1), Dickamp (1), Teeke (3), Andersen, Gies (1), Glass (4), Hensel (2), Osthaus (2), Seemann (7/4), Ader (3)

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