Ruhrtaler verlangen dem Spitzenreiter alles ab

Ein bis zum Ende spannendes und mitreissendes Spiel wurde den Zuschauern geboten, als die Ruhrtaler zu Gast beim Tabellenführer Husen-Kurl waren.

Von Beginn an präsentierten sich die Ruhrtaler hellwach und konnten durch temporeichen Handball im Angriff immer wieder Nahtstellen in der Deckung der Gastgeber finden. In der eigenen Abwehr präsentierte man sich über weite Strecken stabil und ließ nur wenige leichte Gegentore zu. Dadurch konnten sich die Ruhrtaler recht schnell einen kleinen Vorsprung erspielen, den sie bis zur Halbzeit auf 3 Tore ausbauen konnten (10:13). Insbesondere die Anspiele an den Kreis konnte man über weite Strecken souverän verteidigen,  wodurch Husen-Kurl immer wieder zu würfen aus der zweiten Reihe gezwungen wurde, die meist sichere Beute für die Torhüter waren.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen die Ruhrtaler zunächst einige Chancen aus, den Vorsprung noch weiter auszubauen und schenkten im Gegenzug den Ball zu oft durch unkonzentrierte Pässe her. Dies hatte zur Folge, dass sich die Gastgeber wieder herankämpfen konnten und Mitte der zweiten Halbzeit zum 17:17 ausgleichen konnten. Im Anschluss daran verpassten die Ruhrtaler es, sich wieder auf mehr als 2 Tore abzusetzen. In einer extrem engen Schlussphase hatte Husen-Kurl das glücklichere Ende für sich und konnte in letzter Sekunde, nachdem Ruhrtal zuvor beim Stand von 25:25 zumindest das Unentschieden hättet klarmachen können, zur, wohlgemerkt ersten, jedoch entscheidenden, Führung zum Entstand von 26:25 treffen.

Nach Abpfiff war die Enttäuschung bei den Spielern, wie auch bei Trainer Stephan Padd groß: „Es ist sehr schade, dass wir uns für unsere gute kämpferische Leistung nicht selbst belohnt haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass man auswärts beim Tabellenführer 55 Minuten lang in Führung liegt. Daher ist es sicherlich unglücklich, wenn man 5 Sekunden vor Schluss in Unterzahl noch den entscheidenden Treffer zur Niederlage hinnehmen muss. Alle Spieler haben sich positiv eingebracht, von daher ist auch niemand herauszuheben.“

Es spielten: Böker, Agatz, Denner (1), Glass (5), Ader (6), Andersen, Küper (5), Teeke (4/4), Cassel (1), Dickamp (2), Böhmer (1), Winter