Ruhrtaler zum Saisonauftakt noch nicht auf der Höhe

Der erste Spieltag der neuen Saison brachte bei der ersten Mannschaft bereits alte Schwächen erneut zum Vorschein.
Mit einer sehr kompakt und sicher stehenden Abwehr, hinter der ein bestens aufgelegter Torhüter agierte, zeigte man dem Aufsteiger aus Dortmund bereits in den Anfangsminuten die Grenzen auf. Weder im Gegenstoß, noch durch einfache Tore aus dem Spiel heraus gelangten die Gäste zum Torerfolg und rieben sich stattdessen immer wieder an der Ruhrtaler Abwehr auf oder versuchten es mit Würfen aus dem Rückraum, die allerdings meist fruchtlos blieben. Auf der Gegenseite rissen die Ruhrtaler ihrerseits durch schnelles Passspiel im Rückraum Lücken in die Abwehr, wodurch man immer wieder zu klaren Torchancen kam. Diese nutzte man jedoch zu selten zum Torerfolg und gab stattdessen dem gegnerischen Torhüter ein ums andere Mal die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Die 9:5 Führung zur Halbzeitpause fiel aus Sicht der Ruhrtaler damit eigentlich schon zu niedrig aus.

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit gelang es den Ruhrtalern allerdings nicht, das Niveau auf der ersten Hälfte zu halten. In der Abwehr taten sich plötzlich Lücken auf, die die Gäste immer souveräner ausnutzen konnten. Hinzu kam, dass, bedingt durch einen rapiden Anstieg von technischen Fehlern im Angriff, sie auch über Gegenstöße zu einfachen Toren kamen. Und selbst wenn die Ruhrtaler einen Angriff konsequent zu Ende spielten und zum Wurf kamen, scheiterte man noch viel zu Häufig am gegnerischen Torhüter, sodass die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gingen und diese, mit großer Unterstützung der eigenen Abschlussquote, auch bis zum Abpfiff nicht mehr hergaben.

Eine Niederlage, die aus Sicht der Ruhrtaler völlig unnötig war.

Für Trainer Stephan Pade ist vor allem die Größe des Kaders das vorrangige Problem: “ Als Quintessenz aus dem Spiel kann man sehen, dass wir zwar spielerisch in der Lage sind, jeden Gegner in der Liga zu beschäftigen, uns aber leider nicht zum ersten Mal die nötige Breite im Kader fehlt. Dies führt dazu, dass uns im Laufe der zweiten Halbzeit regelmäßig die Luft ausgeht. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, so kann man das Spiel vom heutigen Sonntag als Anschauungsmaterial verwenden. Wir spielen eine gute erste Hälfte, sowohl in kämpferischer, als auch in spielerischer Hinsicht, wo einzig die Chancenauswertung zu bemängeln war und führen völlig verdient mit 9:5. Anschließend sind wir nicht in der Lage, dies in den zweiten 30 Minuten fortzuführen. Es wird also höchste Zeit, dass unser Kader wie auch immer aufgestockt wird.“

Es spielten: Agatz, Böker, Osthaus (5/4), Glass (2), Küper (3), Teeke (1), Dickamp (5), Gies, Andersen