Ruhrtaler knacken Oespel erst spät

Vor dem Derby gegen den TuS Bommern 2 am kommenden Wochenende mussten die Ruhrtaler zunächst noch die Generalprobe gegen die Zweitvertretung von DJK Oespel-Kley meistern. Die erste Halbzeit gestaltete sich zunächst sehr ausgeglichen. Zwar waren die Ruhrtaler spielerisch und läuferisch überlegen, konnten dies jedoch zu selten zu ihrem Vorteil nutzen. Insbesondere die Abschlussquote ließ deutlich zu wünschen übrig, weshalb zu wenige der gut herausgespielten Chancen zum Torerfolg führten. In der Abwehr stand man im Grunde zwar recht kompakt, leistete sich aber zu viele individuelle Fehler und unglückliche Aktionen, die die Gäste immer wieder zu einfachen Toren einlud. Entsprechend knapp fiel auch die Pausenführung mit 13:11 für die Ruhrtaler aus.
Nach dem Seitenwechsel brauchte die erste Mannschaft noch einige Minuten, bevor sie wieder ganz aus der Kabine kamen. In der Zwischenzeit gelang es den Dortmunder Gästen, durch ein paar schnelle Tore gegen eine unsortierte Ruhrtaler Deckung das Ruder herumzureißen und das erste (und letzte) Mal in dieser Partie mit 13:14 in Führung zu gehen. Dies wirkte jedoch wie ein Weck-Schuss für die Gastgeber, die anschließend in ihrer stärksten Phase der Partie die Oespeler regelrecht überrollten und über 19:15 auf 22:16 erhöhten. Diesen Vorsprung konnte Oespel zu keinem Zeitpunkt mehr gefährlich werden, auch eine offensive Manndeckung in den letzten Spielminuten konnte nicht den gewünschten Erfolg bringen und die Ruhrtaler konnten den wohlverdienten Heimsieg zum Endstand von 29:24 einfahren.
Will man nächste Woche jedoch auch das dritte Derby der Saison für sich entscheiden, so werden die Ruhrtaler noch eine Schippe drauflegen müssen. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie in dieser Saison schon oft genug bewiesen.

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (9), Winter (1), Denner, Gies (2), Küper (6), Teeke (5/3), Dickamp (3), Ader (3)

Unkonzentrierte Ruhrtaler kommen gegen Tabellenschlusslicht nicht über ein Unentschieden hinaus

Zum Start der Rückrunde weckten die zuletzt so sicheren Ruhrtaler Erinnerungen an den desaströsen Saisonstart. Bereits innerhalb der ersten Spielminuten vergaben die Ruhrtaler zahlreiche hochkarätige Torchancen. Durch die zunächst ebenfalls zu passiv und langsam agierende Abwehr musste man mit ansehen, wie der Tabellenletzte aus Dortmund Stück für Stück davonzogen. Nach 19 Minuten gelang der ersten Mannschaft lediglich 2 Tore (6:2). Zwar schraubten die Ruhrtaler die Torfrequenz anschliessend etwas nach oben und konnten bis zur Pause auf 9:8 verkürzen, Grund zur Euphorie bestand jedoch noch lange nicht. Zu unkonzentriert war dazu das Angriffsspiel, in dem man die gegnerische Abwehr zwar immer wieder ausspielte, dann jedoch am gegnerischen Torhüter oder dem Aluminium scheiterte.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Jedes Tor mussten sich die Ruhrtaler aufgrund ihrer Abschlussschwäche quasi doppelt erarbeiten, konnten jedoch trotzdem zum 11:11 ausgleichen. Einen wirklichen Aufschwung konnte dies der ersten Mannschaft jedoch nicht geben, nach 20 Minuten lag man wieder mit 3 Toren zurück (18:15). Erst in den Schlussminuten gelang den Ruhrtalern nach etlichen weiteren vergebenen Chancen der Ausgleich zum Endstand von 19:19. Sekunden vor dem Ende wäre sogar noch ein Sieg drin gewesen, doch passend zum bisherigen Spielverlauf  vergab man auch diese Chance.

Entsprechend frustriert war auch Trainer Stephan Pade nach dem enttäuschenden Remis: „Über die Abwehrleistung inklusive der Torhüter gibt es nicht viel zu sagen. Bis auf wenige Szenen ist das ein ganz ordentlicher Auftritt gewesen. Dafür spricht auch die Zahl von 19 Gegentoren. Was wir allerdings dafür vorne in Puncto Abschluss demonstriert haben, war an diesem Tag wirklich unter aller Kanone. Und das sage ich, ohne gegenüber den gegnerischen Torhütern respektlos sein zu wollen. Dafür spricht die Bilanz von insgesamt 23 Fehlversuchen und 5 vergebenen 7-Metern. Schlimm dabei ist nur, dass von diesen insgesamt dann 28 Fehlversuchen 25 glasklare Torchancen waren. Es ging in diesem Spiel also nicht darum, dass wir spielerisch versagt hätten. Wir sind letztendlich lediglich an unserer Abschlussschwäche gescheitert. Angenehme Ausnahme dabei, zumindest weitestgehend, war Rückraumspieler Dominik Ader.“

Es spielten: Böker, Agatz, Gies, Küper (1), Ader (8/1), Teeke (3), Glass (3), Cassel (2), Böhmer, Dickamp (1), Winter, Andersen (1)

Dezimierte Ruhrtaler überzeugen im Derby

„Heute müssen wir über unsere Schmerzgrenzen hinaus gehen“, so die Ansage von Trainer Stephan Pade an die erste ruhrtaler  Manschaft am vergangenen Samstag vor dem Duell gegen den Lokalrivalen Annen-Rüdinghausen. Hintergrund war die nur sehr sporadisch bestückte Bank der Ruhrtaler, die auf einige Kräfte im Rückraum verzichten mussten.

Umso mehr überraschten die Ruhrtaler durch zunächst sehr sicheres und überlegtes Angriffsspiel, mit dem man sich immer wieder klare Torchancen erspielen konnte. Anfängliche Absprachefehler in der Deckung sorgten jedoch dafür, dass sich die Anfangsphase noch sehr ausgeglichen gestaltete (4:4). Im Laufe der ersten Halbzeit fand sich Abwehr jedoch immer besser, wodurch man den Gastgebern keine einfachen Tore mehr erlaubte. Im Angriff gelang es über die kompletten ersten 30 Minuten die Konzentration hoch zu halten und dadurch langsam bis zum Halbzeitstand von 10:15 davonzuiehen. Besonders auffällig war, dass trotz der ungewohnten Besetzung kein spielerisches Abfallen gegenüber den Spielen mit voller Besetzung zu beobachten war.

In der zweiten Halbzeit machten die Ruhrtaler sofort da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Sowohl in 1-gegen1 Situationen, als auch im konzeptionellen Spiel sah die Abwehr der „jungen HSG“ ein ums andere mal ziemlich alt aus. Beim Spielstand von 13:20 schien das Spiel fast schon entschieden, dann musste man allerdings dem hohen Laufaufwand in der Abwehr und den geringen Wechselmöglichkeiten Tribut zollen. Im Innenblock bekam man keinen Zugriff mehr auf die Rückraumspieler und ermöglichte es Annen-Rüdinghausen, die sich zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgaben, sich wieder heranzukämpfen und tatsächlich noch einmal zum 28:28 auszugleichen. Die Hoffnung der Gastgeber währte jedoch nur kurz, mit einem 4:0 Lauf zog Ruhrtal innerhalb kurzer Zeit wieder davon und sicherte sich damit den verdienten 29:32 Auswärtssieg zum Ende der Hinrunde.

Trainer Stephan Pade  war insbesondere von der Einstellung seiner Mannschaft beeindruckt: „Ich freue mich natürlich sehr über eine kämpferisch tadellose Leistung. Zumal, wenn man berücksichtigt, unter welchen Umständen dieser Erfolg zustande gekommen ist. Ich neige normalerweise nicht dazu, über personelle Missstände zu jammern, aber ich finde diese mal sollte nicht unerwähnt bleiben, dass mit Denner, Heier, Ader, Hensel und Glass gleich 5 Rechtshänder für den Rückraum fehlten. Ich wüsste ehrlich gesagt keine andere Mannschaft der Liga, die diese Ausfälle hätte kompensieren können. Da fällt es auch nicht ins Gewicht, dass wir dem Gegner erlaubt haben, nach einer 13:20 Führung auf 28:28 auszugleichen, wenn wir danach die Moral besitzen, trotz psychologischem Nachteil, direkt wieder auf 4 Tore wegzuziehen (28:32). Ich bin mittlerweile als Trainer über 30 Jahre im Geschäft, aber das nötigt selbst mir Respekt ab.

Es fällt mir schwer, aus der geschlossen guten Mannschaftsleistung jemanden herauszuheben, jedoch sticht die Leistung von Kreisläufer Niklas Teeke heraus. Dabei sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass er von den Rückraumspielern immer wieder außerordentlich gut in Szene gesetzt wurde.“

Es spielten: Böker, Agatz, Gies (1), Küper (5), Osthaus (5), Andersen (2), Dickamp (4), Cassel (1), Böhmer (3), Teeke (11/3)

Erste Mannschaft weiterhin glücklos

Auch im zweiten Auswärtsspiel der Saison verpassten die Ruhrtaler, die ersten Punkte der Saison einzufahren.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der man vor allem durch 7-Meter und Rückraumwürfe zum Torerfolg kam, den Gastgeber aus Schüren auf der anderen Seite allerdings auch insbesondere im Rückraum nicht in den Griff bekam, begannen die Ruhrtaler im Angriff zu hektisch zu spielen. Von einem 8:8 gelang es den Gastgebern dadurch, auf 14:9 zur Pause davonzuziehen. Neben den zunehmenden technischen Fehlern auf Seiten der Ruhrtaler wurde diese Phase insbesondere durch eine mangelnde Aggressivität gegen den Rückraum und schlechtes Stellungsspiel gegen den Kreisläufer.

Nach dem Seitenwechsel gelang es der Mannschaft besser, diese Schwächen in den Griff zu bekommen. Man agierte aggressiver und agiler in der Deckung, wodurch es gelang, einige Bälle abzufangen. Auch im Angriff spielte man geduldiger und brachte die gegnerische Abwehr durch schnelles Durchstoßen ins Wanken. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit konnte man so den Rückständ wieder vollständig aufholen (20:20). Abschließend verpassten es die Ruhrtaler jedoch, diesen Aufwärtstrieb zu nutzen und den Deckel draufzumachen. Im Gegenteil, man wirkte plötzlich verunsichert und hektisch. Dies nutzten die Schürener, um vorentscheidend auf 25:21 davonzuziehen, was man nur noch auf ein 25:24 verkürzen konnte.
Es spielten:Böker, Agatz, Heier (12/4), Glass (7), Osthaus, Dickamp (1), Hensel (3), Ader (1), Teeke, Andersen, Gies, Winter

Ruhrtal trotz Aufwärtstrend ohne Punktgewinn

Nach zuletzt enttäuschenden Leistungen hatte sich die erste Mannschaft des DJK TuS Ruhrtal für das zweite Heimspiel gegen die Mannschaft aus Husen-Kurl einiges vorgenommen. Vor allem im Angriff wollte man sich deutlich gefährlicher zeigen um sich für die in der Regel gute Abwehrleistung zu belohnen.
Den Start verschlief man jedoch gerade im Angriff völlig. Eine Vielzahl von technischen Fehlern erlaubt es Husen-Kurl immer wieder einfache Tore zu erzielen, wodurch die Ruhrtaler ihre über weite Strecken gut stehende Abwehr nicht immer ausspielen konnten.  So lag man bereits Mitte der ersten Halbzeit mit 3:8 hinten und musste schon befürchten, kein Land mehr in diesem Spiel zu sehen. Nach einer Auszeit durch die den verhinderten Trainer Stephan Pade ersetzenden „Interimstrainer“ Nico Denner und Sebastian Heier, fanden die Ruhrtaler im Angriff gegen die 5-1 Abwehr der Gäste immer bessere Antworten und kämpften sich bis zur Pause wieder auf 3 Tore heran (9:12).

Mit diesem Rückenwind startete man dann auch in die zweite Halbzeit, in der man, anders als es zuletzt der Fall war, das Tempo im Angriff sogar noch verschärfen konnte und die gegnerischen Abwehrreihen immer öfter ins Wanken brachte. Hinten stand man weiterhin zum Großteil kompakt und bot den Gästen nur wenig Räume an. Dadurch gelang es innerhalb kürzester Zeit, den Vorsprung der Gäste zu egalisieren und auf 12:12 auszugleichen. Anschliessend entwickelte sich ein offenes Spiel, in der die Ruhrtaler es durch einige individuelle Fehler und unnötige Zeitstrafen verpassten, auf mehr als auf ein Tor  davonziehen. 

In einer etwas hektischen Schlussphase dann waren es die Gäste, die das bessere Ende für sich hatten und wenige Minuten vor Spielende vorentscheidend mit 3 Toren in Front gehen konnten (23:26), woraus der 24:27 Sieg entstand. Somit wartet die erste Mannschaft trotz einer über weite Strecken sehr ordentlichen Leistung weiterhin auf den ersten Punktgewinn und hat nächstes Wochenende bei der TSG Schüren die nächste Chance dazu.
Sehr erfreulich für die Ruhrtaler war zudem die Rückkehr von Linkshänder Cedric Böhmer, der verletzungsbedingt lange Zeit pausieren musste und sich wieder gut ins Spiel einfand.

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (4), Hensel, Böhmer (3), Dickamp (5), Teeke (2), Osthaus (3), Küper (6/3), Gies (1),

Ruhrtaler zum Saisonauftakt noch nicht auf der Höhe

Der erste Spieltag der neuen Saison brachte bei der ersten Mannschaft bereits alte Schwächen erneut zum Vorschein.
Mit einer sehr kompakt und sicher stehenden Abwehr, hinter der ein bestens aufgelegter Torhüter agierte, zeigte man dem Aufsteiger aus Dortmund bereits in den Anfangsminuten die Grenzen auf. Weder im Gegenstoß, noch durch einfache Tore aus dem Spiel heraus gelangten die Gäste zum Torerfolg und rieben sich stattdessen immer wieder an der Ruhrtaler Abwehr auf oder versuchten es mit Würfen aus dem Rückraum, die allerdings meist fruchtlos blieben. Auf der Gegenseite rissen die Ruhrtaler ihrerseits durch schnelles Passspiel im Rückraum Lücken in die Abwehr, wodurch man immer wieder zu klaren Torchancen kam. Diese nutzte man jedoch zu selten zum Torerfolg und gab stattdessen dem gegnerischen Torhüter ein ums andere Mal die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Die 9:5 Führung zur Halbzeitpause fiel aus Sicht der Ruhrtaler damit eigentlich schon zu niedrig aus.

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit gelang es den Ruhrtalern allerdings nicht, das Niveau auf der ersten Hälfte zu halten. In der Abwehr taten sich plötzlich Lücken auf, die die Gäste immer souveräner ausnutzen konnten. Hinzu kam, dass, bedingt durch einen rapiden Anstieg von technischen Fehlern im Angriff, sie auch über Gegenstöße zu einfachen Toren kamen. Und selbst wenn die Ruhrtaler einen Angriff konsequent zu Ende spielten und zum Wurf kamen, scheiterte man noch viel zu Häufig am gegnerischen Torhüter, sodass die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gingen und diese, mit großer Unterstützung der eigenen Abschlussquote, auch bis zum Abpfiff nicht mehr hergaben.

Eine Niederlage, die aus Sicht der Ruhrtaler völlig unnötig war.

Für Trainer Stephan Pade ist vor allem die Größe des Kaders das vorrangige Problem: “ Als Quintessenz aus dem Spiel kann man sehen, dass wir zwar spielerisch in der Lage sind, jeden Gegner in der Liga zu beschäftigen, uns aber leider nicht zum ersten Mal die nötige Breite im Kader fehlt. Dies führt dazu, dass uns im Laufe der zweiten Halbzeit regelmäßig die Luft ausgeht. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, so kann man das Spiel vom heutigen Sonntag als Anschauungsmaterial verwenden. Wir spielen eine gute erste Hälfte, sowohl in kämpferischer, als auch in spielerischer Hinsicht, wo einzig die Chancenauswertung zu bemängeln war und führen völlig verdient mit 9:5. Anschließend sind wir nicht in der Lage, dies in den zweiten 30 Minuten fortzuführen. Es wird also höchste Zeit, dass unser Kader wie auch immer aufgestockt wird.“

Es spielten: Agatz, Böker, Osthaus (5/4), Glass (2), Küper (3), Teeke (1), Dickamp (5), Gies, Andersen

Unkonzentrierte Leistung reicht nicht zum Punktgewinn

Gegen Schüren konnten die Ruhrtaler leider nicht an die zuletzt gute Leistung gegen Wellinghofen anknüpfen. Vor allem in der ersten Halbzeit sorgten fehlende oder fehlerhafte Absprachen in der Abwehr immer wieder dazu, dass die Rückraumspieler zu unbedrängt aus guten Positionen werfen konnten, oder die bulligen Kreisläufer zu viel Platz hatten, da sie nicht auf die Ballentfernte Seite gestellt wurden. Da auf der Gegenseite die Ruhrtaler zunächst allerdings auch wenig Probleme mit der Abwehr der Gastgeber hatten und vor allem durch schnelles Passspiel immer wieder zu guten Abschlusschancen kamen, entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit für ruhrtaler Verhältnisse sehr vielen Toren  (16:16 zur Halbzeitpause). Dementsprechend unzufrieden waren die Ruhrtaler über die Schwäche ihres sonst größten Trumpfes. 
Im zweiten Durchgang wollte man es hinten besser machen, agierte mit mehr Laufbefeitschaft und verteidigte zeitweise geschlossen. Jedoch versäumten es die Ruhrtaler, sich für den Aufwand zu belohnen. Nach einer Reihe guter Abwehraktionen passierte es viel zu häufig, dass man durch eine kleine Unachtsamkeit den Gegner doch noch zum Torerfolg kommen ließ. Hinzu kam noch, dass man nun auch im Angriff weniger konsequent zur Sache ging und zu selten in  die Schnittstellen stieß, um die Abwehr ins Laufen zu bringen. Auch eine Umstellung auf eine 4+2 Abwehrformation brachte keine grossen Erfolge. Zu häufig kam der Ball doch noch irgendwie zum Kreisläufer oder man schaffte es nicht schnell genug umzuschalten um einfache Tore zu erzielen. Schüren konnten sich zwar zu keinem Zeitpunkt der Partie absetzen,  schaffte es aber, die Führung ab Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr abzugeben. Die 28:25 Niederlage für die Ruhrtaler verhinderte den zweiten Erfolg in Folge und machte deutlich, dass man gute Abwehrleistung nicht als selbstverständlich hinnehmen darf, sondern sie sich immer wieder hart erarbeitete  muss.

Enttäuscht über die Unkonzentriertheiten seiner Mannschaft war auch Trainer Stephan Pade: „Erstaunlicherweise hatten wir heute unheimlich viele Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr. Das zeigt, dass Kommunikation beim Handball auch definitiv dazu gehört. Das, was wir in der 2. Halbzeit in der Abwehr besser gemacht haben, hat dafür im Angriff weniger funktioniert. Sicherlich sollte man nicht ausser Acht lassen, dass bei uns heute 7 Spieler fehlten, und von denen die da waren weitere 3 grippegeschwächt angetreten sind. Das erklärt vielleicht die Unkonzentriertheiten.“ 
Es spielten: Agatz, Denner (6/1), Seemann (4/1), Gies (2), Glass (9), Teeke (2), Andersen, Küper (1), Radtke, Dickamp (1)

Ruhrtal erkämpft sich Heimsieg in der Abwehr

Mit einer konzentrierten Defensivleistung beendete die erste Mannschaft in eigener Halle ihre kleine Negativserie.
Die Anfangsphase der Partie machte sofort klar, was die beiden Mannschaften erwarten durften, nämlich eine von starken Abwehreihen und Kampfeswille geprägte Partie. Die Ruhrtaler kamen nur schleppend ins Spiel und taten sich zunächst mit den dicht gestaffelten gegnerischen Abwehreihen schwer. Jedes Tor musste hatt erkämpft werden, was vor allem an den Kräften beider Mannschaften zehrte. Dennoch konnten sich die Ruhrtaler durch eine eigene kompakt Abwehrformation abzusetzen, auch wenn es aufgrund der geringen Anzahl an Toren eine Weile dauerte. Die erste Mannschaft präsentierte sich in ihrer Gesamtheit variabler und stellte Wellinghofen immer wieder vor neue Aufgaben, die diese lösen mussten. Dementsprechend war auch die Halbzeitführung mit 11:5 verdient und verdeutlichte zudem die starke Abwehr der Ruhrtaler.

In der zweiten Halbzeit legten beide Mannschaften in der Offensive etwas zu und mit zunehmender Spieldauer gelang es den Ruhrtalern zunehmend, ihre kondotionelle Überlegenheit auszuspielen und sich auch einfache Tore mit Gegenstößen zu erarbeiten. Ein richtiges Aufbäumen gelang den Gästen nicht mehr, dafür spielten die Ruhrtaler zusehends konzentriert und fokussiert und bauten so den Vorsprung auf bis zu 10 Tore aus. Durch den 25:16 Sieg gelang es sogar, den direkten Vergleich mit dem sehr mäßigen Hinspiel zu einem für die Ruhrtaler positiven Ergebnis hin zu wenden. Besonders darüber freute sich auch Trainer Stephan Pade: „Im Großen und Ganzen haben wir dieses Mal wieder unser besseres Gesicht gezeigt. Dies ist vor allem an der Laufbereitschaft und dem Einsatzwillen in der Abwehr zu erkennen, womit wir wie so oft den Grundstein für unseren Erfolg gelegt haben. Dadurch haben wir unsere schlechteste Saisonleistung aus dem Hinspiel mehr als wett gemacht. Dieses Mal herauszuheben ist die Treffsicherheit von Ole Seemann (8 Tore bei 9 Versuchen).“
Es spielten: Böker, Agatz Denner (2), Seemann (8/4), Gies (2), Glass (5), Hensel (1), Teeke (1), Andersen, Ader (3), Dickamp (3), Küper

Ruhrtal gibt Sieg in letzter Sekunde aus der Hand

Nach einer sehr unkonzentrierten Leistung musste sich die erste Mannschaft auswärts beim VFL Aplerbeckermark mit einem Punkt zufrieden geben. 
Von der ersten Sekunde an kamen die Ruhrtaler nicht so richtig ins Spiel. Vor allem in der Abwehr ließ man viel von der sonstigen Aggressivität vermissen und den Gegner zu unbedrängt werfen. Dadurch gelang es den Ruhrtalern trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit nicht, sich abzusetzen und den Vorsprung auf mehr als 2 Toren anwachsen zu lassen. Neben der nachlässigen Abwehrarbeit verpassten es die Ruhrtaler nämlich auch völlig, das Tempo hoch zu halten und die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen oder sie durch Gegenstöße garnicht erst in eine geordnete Abwehrformation kommen zu lassen. Entsprechend gering waren auch die Tore in der ersten Halbzeit (insgesamt 20 beim 9:11). Zwar sind 9 Gegentore an sich nicht zu viel in einer Halbzeit, mit einer für die Ruhrtaler standesgemässen Abwehr wären jedoch noch deutlich weniger drin gewesen. 

Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Ruhrtaler ihre Lethargie nur in Unterzahl ein wenig ablegen. Teilweise mit zwei Mann weniger auf dem Platz gelang es, den Gegner auszuspielen und zu klare Torchancen zu kommen, was in Gleichzahl viel zu selten gelang. So blieben die Gastgeber stets auf Schlagdistanz an den Ruhrtalern dran, bei denen in der Offensive lediglich Nico Denner und Christopher Dickamp den nötigen Zug zum Tor aufbringen konnten. In einer hektischen Schlussphase, in der die Ruhrtaler die letzten Minuten sogar in Überzahl spielten, verpasste man es mehrfach den entscheidenden Treffer zu setzen und fing sich doch sehr unglücklich in letzter Sekunde noch den Ausgleich. 

Es wird wieder dringend zeit, dass die Ruhrtaler den alten Biss wiederentdecken, wollen sie den Rest der Saison noch erfolgreich gestalten. 
Es spielten: Böker, Agatz, Denner (10/4), Dickamp (7), Andersen (1), Teeke (1), Osthaus (1), Glass (2), Hensel, Gies (1), Ader (2),  Küper

Ruhrtaler Serie reißt in heimischer Halle

Gegen den Aufsteiger Ewaldi Aplerbeck gelang es den Ruhrtalern nicht, über die ganze Zeit, die notwendige Leistung abzurufen. In einem Spiel, das von Beginn an auf Augenhöhe stattfand, konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften absetzen. Die Gäste spielten mit einer offensiven 4-2 Abwehr auf und machten es so den Ruhrtalern schwer, in den richtigen Spielfluss zu kommen. Dadurch mussten die Ruhrtaler immer wieder Würfe aus ungünstigen Positionen nehmen, womit der gegnerische Torhüter zu oft keine Probleme hatte. Die eigene Abwehr stand gewohnt sicher und kompakt, wodurch auch Aplerbeck nicht zu einfachen Toren gelangen konnte. Dafür spielten die Gäste nun zusehends mehr über den Kreis oder mit Einläufern, womit die Ruhrtaler nur schwer zurecht kamen und ungewohnt häufig Abstimmungsfehler auftraten. Aplerbeck gelang es schließlich, sich zum Ende der ersten Halbzeit mit 2 Toren abzusetzen und so bei einem Spielstand von 9:11 in die Kabine zu gehen. Auch die zweite Halbzeit begannen völlig ausgeglichen. Mit zunehmend höherem Spieltempo fielen auf beiden Seiten mehr Tore und auch Gegenstöße gelangen beiden Mannschaften zunehmend. Zunächst konnte dies aber noch keine Mannschaft so richtig zu ihrem Vorteil nutzen, in der 44. Minute stand es immer noch 16:17. Dann jedoch kam auf einmal ein völliger Bruch ins Ruhrtaler Spiel. Vorne lief garnichts mehr zusammen und man schenkte einen Ball nach dem anderen her, was dazu führte dass man sich zahlreiche schnelle Tore einfing. Auch in der Abwehr stand man komplett neben sich und ließ den Gegner viel zu einfach gewähren. Zwischen der 45. Und 51. Minute gelang es Aplerbeck so, sich mit einem 6-Tore-Lauf auf 17:24 vorentscheidend abzusetzen. Doch wo andere Mannschaften dann völlig auseinanderbrechen, bewiesen die Ruhrtaler wieder einmal Moral und bissen sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wieder zurück ins Spiel. Innerhalb weniger Minuten schmolz der Rückstand auf 2 Tore zusammen (22:24), was Aplerbeck zu einer Auszeit zwang. Diese zeigte leider auch Wirkung und der ruhrtaler Lauf geriet ins Stocken, sodass man das Spiel letztens Endes nicht mehr drehen konnte und sich nach 7 ungeschlagenen Spielen in Folge erstmals wieder geschlagen geben musste. Ein bisschen enttäuscht über das Ende dieser Serie war auch Trainer Stephan Pade: „Ewaldi Aplerbeck ist ein Gegner, bei dem man über 60 Minuten mit Vollgas dagegen halten muss, da sie in der Lage sind, das Tempo über die volle Distanz durchzuziehen. Wir waren es heute leider nicht ganz. Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe, mit Ausnahme unserer Schwächephase zwischen der 45. Und 51. Minute, in der der Gegner von 17:18 auf 17:24 davongezogen ist. Was für die Mannschaft spricht ist die Tatsache, dass wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben, sondern uns innerhalb kürzester Zeit wieder bis auf 22:24 herangekämpft haben. Mehr hat der Gegner auch nicht zugelassen. Damit stehen sie für mich auch zurecht in der Spitzengruppe.“

Es spielten: Böker, Agatz, Denner (1), Dickamp (1), Teeke (3), Andersen, Gies (1), Glass (4), Hensel (2), Osthaus (2), Seemann (7/4), Ader (3)

Ruhrtal besteht gegen den Spitzenreiter

Ein Zwischenfazit: Nach mehr als holprigem Saisonstart haben die Ruhrtaler ihre Linie inzwischen gefunden. 5 Siege, 2 Unentschieden lautet die Bilanz aus den letzten 7 Spielen. Ein Wert, der zu den Besten der Liga gehört. Zudem teilt man sich mit dem ASC Aplerbeck nach Minuspunkten den ersten Platz der Heimtabelle und stellt noch vor Saxonia die beste Abwehr der Liga.

Dass die Ruhrtaler in dieser Form in der Lage sind, jeden Gegner aus der Liga zu schlagen, verdeutlichten sie wieder vergangenes Wochenende gegen den Tabellenführer OSC Dortmund 2.
In einem Spiel, in dem die Ruhrtaler auf einige Spieler verzichten mussten, entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe. Gegen die erwartend dichten Abwehreihen der Ruhrtaler taten sich die Gastgeber schwer, klare Torchancen zu erspielen. Dies gelang Ruhrtal auf der Gegenseite zwar erheblich besser, allerdings konnten zahlreiche Chancen nicht genutzt werden. Zudem wurden zahlreiche Bälle schon in der Vorwärtsbewegung verspielt, wodurch es den Ruhrtalern nicht gelang, sich abzusetzen. Im Gegenzug war es nun OSC, die sich ihrerseits durch eine Folge von schnellen Toren einen Vorsprung erspielen konnten  (5:5 auf 9:5). Doch die für ihre Moral gefürchteten Ruhrtaler steckten nicht zurück und egalisierten diesen Vorsprung binnen Minuten bis kurz vor die Pause (9:9). Entsprechend war der Halbzeitstand von 12:10 von Seiten der Ruhrtaler ein wenig ärgerlich, aber bei der Vielzahl der vergebenen Chancen durchaus nachvollziehbar.
Lange hatten die Dortmunder jedoch nichts von ihrer Führung, bereits nach kurzer Zeit  in der zweiten Halbzeit glich Ruhrtal zum 12:12 aus. Danach gelang es OSC zu keinem Zeitpunkt, sich noch einmal mit mehr als 2 Toren abzusetzen. Gestützt auf ihren Abwehrverband blieb Ruhrtal ihnen stets dicht auf den Fersen. Dass die erste Führung seitens der Gäste erst beim 20:21 zustande kam, war erneut der schwächelnden Chancenverwertung zuzuschreiben. Diesen Vorsprung hielten die Ruhrtaler bis in die letzten Minuten des Spiels, konnten jedoch in einer hektischen Schlussphase, in der die Ruhrtaler einige unstrittene Pfiffe gegen sich gelten lassen mussten, den Siegtreffer nicht mehr anbringen und musste sich mit einem Unentschieden bei 24:24 geschlagen geben, was den ersten Punktgewinn bei einem Auswärtsspiel beim OSC seit Jahren für die Ruhrtaler darstellte.
Zwar ist ein Punktgewinn gegen den Tabellenführer eigentlich ein Grund sich zu freuen, so richtige Euphorie konnte sich bei den Ruhrtalern jedoch nicht einstellen. Zu oft schlossen sie nicht konzentriert genug ab und gaben dem Torwart die Chance, Hände oder Füße an den Ball zu kriegen. Hätte man die Konzentration der Abwehr auch in den Angriff übertragen können, wäre dort mit Sicherheit mehr als 1 Punkt zu holen gewesen.
Es spielten: Böker, Agatz, Denner (2/1), Heier, (1) Ader (1), Dickamp (4), Osthaus (5), Glass (8), Hensel (2), Teeke (1), Radtke, Küper

Erste Mannschaft plötzlich wie entfesselt

Für einen Paukenschlag sorgte die erste Mannschaft am Wochenende in heimischer Halle gegen die Zweitvertretung des DJK Oespel-Kley. Von Beginn an spielte man hellwach und stellte direkt von Beginn an klar, wer der Herr im Hause ist. Bereits nach wenigen Minuten führte man getragen von einer kompakt stehenden Abwehr mit 3:0. Bemerkenswert war dabei insbesondere, dass man dem Gegner so gut wie keine Nahtstellen offenbarte, durch die man hätte hindurchgehen können und ihn so dazu zwang, aus ungünstigen Wurfpositionen abzuschließen. Im eigenen Angriff spielte man mit dem nötigen Tempo und vor allem der oftmals vermissten und immer wieder geforderten Geduld. Mit mehrfachem Anstoßen wurden die Abwehrreihen der Gäste nach und nach auseinander gezogen und ein Mitspieler frei gespielt. Auch an der Abschlussquote war recht wenig auszusetzen, was aber auch daran lag, dass man erst abschloss, wenn man sich in einer guten Abschlussposition befand. Zur Halbzeit führte man so bereits mit 14:9. Einen „konzentrierten Auftakt der zweiten Halbzeit“ forderte Trainer Stephan Pade in der Halbzeitpause von seinen Spielern. Nun ging es darum, nicht nachzulassen. Und das Taten die Ruhrtaler auch nicht. Stellenweise spielte man sich stattdessen regelrecht in einen Rausch. Immer wieder gelangte man durch die erste oder zweite Welle zu einfachen Toren. Und gelang dies einmal nicht, präsentierte man sich auch im aufgebauten Angriff als äußerst souverän. Über eine 23:14 Führung ging es bis zum größten Abstand beider Mannschaften beim Stand von 32:15, welcher sich auch im Endergebnis von 37:20 wiederfindet. Einzig zu bemängeln wäre, dass 20 Gegentore vielleicht ein bisschen zu viel für das Spiel sind, bei 37 selbst geworfenen Toren ist dies aber für alle Beteiligten zu verkraften. Auch Trainer Stephan Pade würde seine Mannschaft noch gerne öfter so sehen.: „Wir haben sicherlich unsere beste Saisonleistung gezeigt. Angefangen bei einer konsequenten Abwehrarbeit, bis hin zu schnellem Umschalten nach Ballgewinn und mitunter ansehnlichem Handball im aufgebauten Angriff. Aufgrund dessen haben wir uns den Sieg, auch in dieser Höhe, verdient. Was mich persönlich dabei besonders freut ist, dass sich alle eingebracht haben und jeder genügend Spielanteile bekommen hat. So steht unterm Strich ein verdienter Mannschaftserfolg.“

Es spielten: Böker, Agatz, Denner (2), Küper (5), Böhmer (7), Osthaus (7), Teeke (3), Ader, Heier (7/1), Dickamp, Andersen (1), Glass (5/1)