Unkonzentrierte Leistung reicht nicht zum Punktgewinn

Gegen Schüren konnten die Ruhrtaler leider nicht an die zuletzt gute Leistung gegen Wellinghofen anknüpfen. Vor allem in der ersten Halbzeit sorgten fehlende oder fehlerhafte Absprachen in der Abwehr immer wieder dazu, dass die Rückraumspieler zu unbedrängt aus guten Positionen werfen konnten, oder die bulligen Kreisläufer zu viel Platz hatten, da sie nicht auf die Ballentfernte Seite gestellt wurden. Da auf der Gegenseite die Ruhrtaler zunächst allerdings auch wenig Probleme mit der Abwehr der Gastgeber hatten und vor allem durch schnelles Passspiel immer wieder zu guten Abschlusschancen kamen, entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit für ruhrtaler Verhältnisse sehr vielen Toren  (16:16 zur Halbzeitpause). Dementsprechend unzufrieden waren die Ruhrtaler über die Schwäche ihres sonst größten Trumpfes. 
Im zweiten Durchgang wollte man es hinten besser machen, agierte mit mehr Laufbefeitschaft und verteidigte zeitweise geschlossen. Jedoch versäumten es die Ruhrtaler, sich für den Aufwand zu belohnen. Nach einer Reihe guter Abwehraktionen passierte es viel zu häufig, dass man durch eine kleine Unachtsamkeit den Gegner doch noch zum Torerfolg kommen ließ. Hinzu kam noch, dass man nun auch im Angriff weniger konsequent zur Sache ging und zu selten in  die Schnittstellen stieß, um die Abwehr ins Laufen zu bringen. Auch eine Umstellung auf eine 4+2 Abwehrformation brachte keine grossen Erfolge. Zu häufig kam der Ball doch noch irgendwie zum Kreisläufer oder man schaffte es nicht schnell genug umzuschalten um einfache Tore zu erzielen. Schüren konnten sich zwar zu keinem Zeitpunkt der Partie absetzen,  schaffte es aber, die Führung ab Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr abzugeben. Die 28:25 Niederlage für die Ruhrtaler verhinderte den zweiten Erfolg in Folge und machte deutlich, dass man gute Abwehrleistung nicht als selbstverständlich hinnehmen darf, sondern sie sich immer wieder hart erarbeitete  muss.

Enttäuscht über die Unkonzentriertheiten seiner Mannschaft war auch Trainer Stephan Pade: “Erstaunlicherweise hatten wir heute unheimlich viele Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr. Das zeigt, dass Kommunikation beim Handball auch definitiv dazu gehört. Das, was wir in der 2. Halbzeit in der Abwehr besser gemacht haben, hat dafür im Angriff weniger funktioniert. Sicherlich sollte man nicht ausser Acht lassen, dass bei uns heute 7 Spieler fehlten, und von denen die da waren weitere 3 grippegeschwächt angetreten sind. Das erklärt vielleicht die Unkonzentriertheiten.” 
Es spielten: Agatz, Denner (6/1), Seemann (4/1), Gies (2), Glass (9), Teeke (2), Andersen, Küper (1), Radtke, Dickamp (1)

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