Ruhrtal behält nach langem Kampf die Oberhand

Über mangelnde Spannung konnten sich die Ruhrtaler Fans am vergangenen Wochenende nun wirklich nicht beklagen. Die als unangenehmer Gegner in der Liga bekannte Mannschaft der DJK Saxonia leistete über die komplette Distanz den erwarteten Kampf. Nach erneut fahriger Anfangsphase in der die Ruhrtaler Mannschaft wieder einmal viele klare Torchancen liegen lies, gelang es keiner Mannschaft, mit mehr als zwei Toren davonzuziehen. Zur Halbzeitpause egalisierte sich dies aber auch sofort wieder und es ging mit einem Unentschieden (11:11) in die Kabine.

Doch auch nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber nicht richtig in Tritt und hatten vor allem mit der sehr kompakt und aggressiv deckenden Abwehr der Gäste Probleme. Zu selten gelang es, den Ball schnell laufen zu lassen und den Gegner ins Laufen zu bringen. Wenn dies jedoch gelang war das Ergebnis meist ein Tor oder 7-Meter. Doch auch die Gäste kamen durch eine kampfbetonte und sehr couragierte Spielweise immer wieder zu Torerfolgen und hielten das Spiel, auch bedingt durch eine weiterhin verbesserungswürdige Chancenverwertung auf Seiten der Ruhrtaler, weiterhin offen. Erst in der letzten Spielminute gelang es den Gastgebern in Führung zu gehen und das Spiel letzten Endes doch noch für sich zu entscheiden (23:22). Ein Sieg, der allen Beteiligten nicht nur Kraft, sondern vor allem Nerven kostete. Nun bleiben ein paar Wochen Zeit, um sich auf das Spiel gegen den direkten Verfolger aus Mengede vorzubereiten. Dass man dort eine deutlich bessere Leistung abrufen muss, ist auch Trainer Stephan Pade bewusst: „An sich war das ein sehr ausgeglichenes Spiel. Saxonia hat mit hoher Laufbereitschaft und Aggressivität gedeckt, was uns immer dann Probleme bereitet hat, wenn wir nicht schnell genug gespielt haben. Das können wir mit Sicherheit deutlich besser, was auch in den noch kommenden Top-Spielen gegen Mengede und Brechten nötig sein wird. Saxonia hat alles aus ihren Möglichkeiten gemacht und uns vor eine schwere Aufgabe gestellt, die wir am Ende jedoch zum Glück noch meistern konnten. Ansonsten freue ich mich, dass wir unsere Strafwürfe dieses Mal souverän verwandelt haben (Sebastian Razeng, 6/6) und uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben haben, obwohl wir mehrfach mit drei Toren hinten gelegen haben.“

Es spielten: Böker, Denner (4/1), Teeke (2), Glass (2), Böhmer (4), Radtke, Dickamp, Baumgart, Ader, Gies, Razeng (9/6), Seemann (2)

Bericht von Niklas Teeke

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