Solide Angriffsleistung reicht nicht aus

“Den Trend fortsetzen”, das war die Devise der ersten Mannschaft am Sonntag gegen den TuS Mengede. Nach zuletzt ansteigender Formkurve wollte man gegen die Gastgeber den zweiten Sieg in Folge holen.
Die Partie begannen die Ruhrtaler im Angriff jedoch sehr unkonzentriert. Schnell wurden mehrere gute Chancen liegen gelassen und man verpasste es, sich schon früh abzusetzen, denn trotz der mangelhaften Chancenauswertung gelang es noch zu Beginn der ersten Halbzeit das Heft in die Hand zu nehmen und erstmals mit 4:5 in Führung zu gehen. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit gelang es sogar, sich auf 2 Tore abzusetzen, 3 schnelle Gegentore in den letzten Minuten sorgten jedoch dafür, dass man mit einem Rückstand anstatt eines Vorsprungs in die Kabine ging.
Nach der Halbzeitpause ging es zunächst ausgeglichen weiter. Den Rurtalern gelang es immer wieder, die teilweise behäbig wirkende Abwehrformation der Gegner auszuspielen und so durch Tempo zu Torerfolgen zu gelangen. Dafür ließ man allerdings in der eigenen Abwehr nach. Man machte die Räume nicht schnell genug und gelang so immer wieder in 1 gegen 1 Situationen, in denen man sich zu häufig nicht durchsetzen konnte. Durch den soliden eigenen Angriff, bei dem lediglich durch eine zu hohe Anzahl an technischen Fehlern negativ auffiel, hielt man das Spiel trotzdem lange offen. Doch dann kam plötzlich ein Bruch ins ruhrtaler Spiel. Vorne gelang es nicht mehr, den Druck auf die Abwehr hoch zu halten und hinten machte man die Räume auf. Dadurch gelang es Mengede, sich vorentscheidend auf 27:20 abzusetzen. Zwar gelang es noch, den Rückstand wieder zu verkürzen, drehen konnten die Ruhrtaler das Spiel jedoch nicht mehr und mussten sich letztlich mit 33:28 geschlagen geben. Besonders ärgerlich ist die Niederlage für die erste Mannschaft deshalb, weil mit einer normalen Abwehrleistung sicherlich deutlich mehr drinnen gewesen wäre.
Auch Trainer Stephan Pade konnte die beste Angriffsleistung der Mannschaft in dieser Saison nicht glücklich stimmen:
“Es ist schade, dass wir hier heute nichts mitgenommen haben. In der Konstellation war hier sicherlich mehr drin. Das zeigt auch der Spielstand (50. min 21:19). Leider haben wir uns selbst durch viele technische Fehler und häufiges inkonsequentes individuelles Deckungsverhalten selbst um ein besseres Ergebnis gebracht.”

Es spielten: Böker, Agatz, Hensel (1), Osthaus (2), Glass (3), Teeke (2), Suerkemper, Andersen (1), Heier (9/3), Dickamp (5/3), Denner (1), Gies (4), Radtke

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