Verdiente Punkte nach beeindruckender Mannschaftsleistung

Wenn der Tabellenvierte gegen den Drittletzten antritt, dann erwartet man üblicherweise eine klare Rollenverteilung zu Gunsten des Besserplatzierten.Am Sonntag, als mit dem OSC II ein Gegner in die Jahnhalle kam, der genau diese Konstellation ermöglichte, erlebten die Zuschauer jedoch etwas Unerwartetes.Die Ruhrtaler, die in den letzten vier Spielen vier Niederlagen hinnehmen mussten und für ihre Verhältnisse teils ungewohnt schwache Leistungen abriefen, fegten den Viertplatzierten aus der Nachbarstadt mit einem eindrucksvollen 30:21 (16:10) aus der Halle.Mühte man sich im Hinspiel noch ab, und konnte nach einem hochklassigen Handballspiel einen Punkt aus Dortmund mit nach Hause nehmen, schien das Rückspiel nun zumindest zu Beginn ein Selbstläufer zu werden:Die Wittener gingen sehr schnell mit 5:2 in Führung und zeigten der jungen Mannschaft des OSC, wie man guten Tempohandball spielt und effektiv Nahtstellen ausnutzt.Doch dann stellten die Gäste ihre Deckung um und die Ruhrtaler brauchten eine gewisse Zeit, um darauf vernünftig zu reagieren.Erst nach einer Auszeit und dem zwischenzeitlichen 9:9 Ausgleichstreffer der Dortmunder besann man sich wieder auf seine Leistungen und so zog die Heimmannschaft zur Halbzeit verdient mit 16:10 davon.
„Jetzt war es wichtig, dass wir nach der Halbzeit nachlegen! Bis jetzt haben wir nach einer guten erste Hälfte oft zu Beginn des zweiten Durchgangs einen starken Durchhänger gehabt.“ gab Trainer Stephan Pade nach dem Spiel zu Wort: „Wir wollten zeigen, dass wir guten Handball spielen können!“.Ruhrtal sollte nachlegen. Und wie.Obwohl der OSC sich in der Hälfte mit Sicherheit vorgenommen hatte einen Angriff zu starten, um eventuell noch etwas reißen zu können, wurde der Gast mit einem eindrucksvollen 5:0 – Lauf heimstarker Wittener überrollt.Bei einem Spielstand von 22:11 stellte Gästetrainer Thomas Quandt auf eine offensive Manndeckung um, die auch direkt Wirkung zeigte:
Durch unkonzentrierte Abschlüsse, zu wenig Laufarbeit und mangelnde Konzentration verkürzten die Dortmunder zwischenzeitig auf 23:17.“Es ist nicht so, dass wir in dieser Phase keine Chancen hatten“, so Pade: „Wir haben sie nur nicht effektiv genug genutzt! Dazu kam, dass der Gegner nun mehrere Gegenstöße verwandeln konnte. Wenigstens haben wir uns nach 8-10 Minuten noch einmal fangen können“.
Die letzte Viertelstunde gehörte nun wieder voll und ganz den Ruhrtalern, die befreit aufspielten und mit 30:21 einen eindrucksvollen Heimsieg einfahren konnten. Zu 100% ist Pade allerdings nicht zufrieden: „Klar mögen sich 21 Gegentore am Anfang nach einer sehr guten Abwehrarbeit anhören, die wir mit Sicherheit auch gezeigt haben! Allerdings hätten wir den ein oder anderen Gegenstoß verhindern müssen, dann wäre es am Eindrucksvollsten!“.Nach einer einwöchigen Spielpause geht es für die DJK nun gegen den direkten Konkurrenten aus Marterloh, bevor man zu Hause den Aufstiegsaspiranten aus Oespel und den Lokalrivalen aus Bommern empfängt. Es bleibt also spannend, wie sich die Wittener in der restlichen Saison präsentieren werden, und ob die Abwehrarbeit ausreicht, um den von Pade angepeilten Platz im Mittelfeld zu erreichen.

Es spielten: Falkenstein, Böker; Razeng(6/1), Denner(7), Glass(3), Teeke(2), Radtke(2), Baumgart, Suerkemper, Seemann(3), Küper, Schulze-Steinen(2), Jokiel(1), Prieler(4)

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