Derbysieg mit Hindernissen

Ruhrtaler machen sich im Derby selbst das Leben schwer

„Eine Reaktion in der ersten Halbzeit“, das war die Forderung von Trainer Frank Mack an seine Mannschaft vor dem Derby gegen die HSG Annen-Rüdinghausen. Man wollte nicht mehr 50 Minuten einem Rückstand hinterherlaufen, um das Spiel wie in den vergangenen zwei Partien in den letzten zehn Minuten wieder herumbiegen zu müssen. Von Beginn an sollte klar sein, wer als Sieger vom Platz geht.

So richtig sollte sich dies den Zuschauern allerdings nicht eröffnen. Eine Unmenge von technischen Fehlern und Fehlpässen in der Vorwärtsbewegung machten die aus der 3-3 Deckung heraus erarbeiteten Ballgewinne der ersten Mannschaft immer wieder zunichte. Hinzu kamen einige Abstimmungsprobleme in der Anfangsphase, wodurch die Rückraumspieler der HSG zu häufig in gute Abschlusspositionen kamen. Über ein 4:4 nach 13 und ein 8:8 nach 23 Minuten gelang es den Ruhrtalern erst zum Ende der ersten Halbzeit sich einen kleinen Vorsprung herauszuspielen (11:9).

Da dies keinesfalls den tatsächlichen Kräfteverhältnissen auf dem Platz gerecht wurde, war die Halbzeitansprache entsprechend deutlich. Insbesondere die mangelhafte Wurfausbeute wurde nochmals gesondert thematisiert.

Viel ändern sollte sich in der zweiten Halbzeit nicht. Ein ums andere Mal eroberte man sich in der Abwehr den Ball, traf danach im eigenen Angriff jedoch mindestens genauso oft falsche Entscheidungen oder ging ein viel zu hohes Risiko in den Pässen ein, insbesondere zum Kreis und in der zweiten Welle. Kam man dann doch mal zu einem Abschluss aus guter Position, so scheiterte man viel zu häufig an Torwart und Pfosten. Ungeachtet all dieser Umstände gelang es der ersten Mannschaft den Vorsprung im Verlauf der zweiten Halbzeit auf vier Tore auszubauen und auch, abgesehen von einer kurzen Schwächephase im letzten Viertel, bis zum Endstand von 22:18 konstant zu halten. Einen großen Anteil daran hatte diese Woche Rückraumspieler Arne Osthaus, der mit der notwendigen Konsequenz agierte und fünf Tore aus sieben Versuchen für sich verbuchen konnte. Hinten boten wie so häufig das Torhütergespann den notwendigen Rückhalt, aus dem Jakob Böker mit 18 Paraden in der zweiten Halbzeit herausstach.

In den kommenden Spielen wird nun die Hauptaufgabe der Mannschaft sein, sich für ihre Chancen zu belohnen um Spiele schon frühzeitig für sich entscheiden zu können.

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (5), Richter (3), Teeke (2), Cassel (1), Osthaus (5), Kanaan (1), Schulte (1), Dickamp, Rehberg (2/1), Wigotzki (1), Herling (1)

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