Auswärtspleite für Ruhrtaler gleich doppelt bitter

Die nächste knappe Niederlage, die nächste Verletzung für die erste Mannschaft. Gegen die Zweitvertretung des DJK Oespel Kley ließ man zu oft die Zügel locker und verlor am Ende 24:23.
Nach einer wirklich guten Anfangsphase, in der man auf 1:5 weg zog und den Gegner spielerisch dominierte, leistete man sich in Folge zu viele Ballverluste im aufgebauten Angriff, wodurch Oespel immer wieder zu einfachen Toren aus dem Gegenstoß kamen. Durch ein zu statisches Angriffsspiel und viele weitere 1-Gegen-1 Aktionen aus dem Stand kam der Ruhrtaler Angriff ins stocken, aus einer 2:6 Führung wurde bis zur Pause ein 14:12 Rückstand. Vor allem die 14 Gegentore waren ärgerlich, hatte man den Gegner immer aufgebauten Angriff doch weitestgehend im Griff, erlaubte durch individuelle Fehler und falsche Absprachen dann aber doch immer wieder den Wurf aus guter Position. 

Nach der Pause kam man zunächst wieder ähnlich gut wie zu Beginn der Partie ins Spiel. Vorne lief der Ball wieder und die gegnerischen Abwehreihen wurden auseinandergezogen, wodurch sie in den Schnittstellen durchbrochen werden konnten. Von 14:12 ging es innerhalb weniger Minuten wieder auf 16:17. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit ließen die Ruhrtaler dann unerklärlicherweise wieder abreißen, bewegten sich kaum ohne Ball und agierten auch hinten langsamer. Erschwerend hinzu kam noch die Verletzung von Kapitän Nico Denner, der Mitte der zweiten Halbzeit das Spielfeld verlassen musste und es diese Saison auch nicht mehr betreten wird. Doch auch diese Schwächephase überwanden die Ruhrtaler und gingen wenige Minuten vor Ende der Partie mit 21:22 in Führung, nur um danach wieder einige Bälle leichtsinnig herzugeben und klare Torchancen auszulassen. Das Ergebnis diese Berg und Talfahrt war ein für die Ruhrtaler höchst unbefriedigendes 24:23. 
In der kommenden Schlussphase der Saison müssen solche Leistungsschwankungen innerhalb einer Partie dringend abgestellt werden, wie auch Trainer Stephan Pade  feststellte: „Insgesamt haben wir phasenweise wirklich gut gespielt, vor allem im Angriff. Dann jedoch haben wir unerklärlicherweise mehrmals im Spiel den Faden verloren. Soll heißen, von gutem Tempo und starkem Passspiel im aufgebauten Angriff, hin zu extrem statischen Momenten, die es dem Gegner leicht machten uns zu verteidigen. Damit haben wir mehrfach eine erkämpfte Führung wieder abgegeben. Besonders ärgerlich dabei ist die schwere Verletzung von Nico Denner, der uns damit lange Zeit nicht zur Verfügung stehen wird. Erfreulich hingegen die erneut starke Leistung von Florian Glass.“
Es spielten: Böker, Agatz, Denner (2), Seemann (4/2), Gies, Glass (11), Teeke, Andersen, Küper (3), Dickamp (1), Ader (2)