Ruhrtal erkämpft sich Sieg in Minimalbesetzung

Das letzte Auswärtsspiel der Saison wirkte auf dem Papier wie eine kleine Sache. Auf der einen Seite die Ruhrtaler, Tabellenfünfter und beste Mannschaft nach dem 6. Spieltag, auf der anderen Seite Hörde, als Tabellenzwölfter dem Abstieg nur knapp entgangen.

Die personelle Situation der Ruhrtaler, die mit 8 Spielern, davon 2 Torhütern, anreisten, machte aus der Partie jedoch ein Spiel auf Augenhöhe. Den besseren Start in die Partie erwischten zunächst die Gastgeber. Durch anfängliche Abstimmungsprobleme in der ruhrtaler Abwehr gelangten sie schnell mit 3:0 in Führung. Auf der Gegenseite hatten die Ruhrtaler zunächst mit einigen technischen Fehlern zu kämpfen, die die Gastgeber konsequent ausnutzten. Weiter als auf 3 Tore ließ Ruhrtal Hörde jedoch nicht davoneilen. In den ersten 30 Minuten der Partie gelang es ihnen jedoch nicht, das Ruder herumzureißen. Über 6:4 und 9:7 ging es mit einem 2-Tore Rückstand in die Kabine (14:12).

Nach der Halbzeit gelang es den Ruhrtalern trotz des Personalnotstands wie schon gegen Aplerbeck sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr einen Gang hochzuschalten und den Rückstand bis Mitte der zweiten Halbzeit in eine 2-Tore Führung umzuwandeln. Die Umstellung von einer 6:0 auf eine 5:1 Abwehrformation verringerte den Druck der gegnerischen  Rückraumspieler auf die Abwehr und provozierte den ein oder anderen Ballverlust. Ein konditioneller Nachteil der Gäste war zu keinem Zeitpunkt der Partie zu sehen. So gelang es den Ruhrtalern bis auf 4 Tore davonzuziehen (23:27). Kurz vor Schluss gelang es der hörder Mannschaft das Spiel noch einmal spannend zu machen. Zu mehr reichte es dann aber nicht mehr, die Ruhrtaler gewannen kämpferisch hochverdient mit 27:28 und können mit Rückenwind in das noch anstehende Derby gegen Annen-Rüdinghausen gehen.

Auch Trainer Stephan Pade war mit der gezeigten Einstellung der Mannschaft zufrieden: „Der Kader wird eher dünner anstatt breiter. So stand das Spiel gegen Westfalia Hörde unter dem Titel „Auswechselspieler werden überbewertet“. Dieses Mal saß lediglich Jakob Böker in Feldspielerkluft auf der Auswechselbank. Insgesamt eine schöne Kondotionseinheit für alle Beteiligten. So gesehen bin ich natürlich sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung und freue mich, dass die Mannschaft sich für ihren Aufwand gegen eine stark verbesserte hörder Mannschaft selbst belohnt hat. Als zusätzliche Belohnung erhielten wir für unseren Sieg noch den 4. Tabellenplatz.“

Es spielten: Böker, Agatz, Glass (9), Gies, (3) Cassel (2), Denner (6), Dickamp (5), Teeke (3/1)