Ruhrtaler erkämpfen nach katastrophalem Start ersten Heimsieg 

Mit zwei Wochen Saisonpause im Rücken traten die Ruhrtaler vergangenes Wochenende gegen den Aufsteiger TV Asseln an.

Zu Beginn hatte man jedoch das Gefühl, dass es eher 2 Jahre ohne Handball gewesen wären. Chance um Chance wurde in der Anfangsphase liegen gelassen, sei es durch schlechte Wurfauswahl, technische Fehler oder mangelnde Konsequenz im Abschluss. Auch in der an sich im Verband gut stehenden Abwehr taten sich durch unkonzentrierte Momente einzelner Spieler immer wieder Lücken auf, die die Gäste meist zu nutzen wussten. Bereits zur Mitte der ersten Halbzeit lagen die Ruhrtaler schon deutlich zurück, teilweise mit 7 Toren. Dem Kampfgeist der Ruhrtaler tat dies jedoch keinen Abbruch, Stück für Stück kämpfte man sich heran, agierte konzentrierter im eigenen Angriff und konnte so den Rückstand bis zur Pause auf 4 Tore verkürzen.

Innerhalb kürzester Zeit erzielte man nach der Pause dann die Tore zum 11:13 und war wieder in Schlagweite. Urplötzlich stellte sich jedoch die nächste Torflaute ein und die Ruhrtaler verpassten eine Gelegenheit nach der anderen, den Abstand weiter zu verkürzen, oder, bei Nutzung aller Chancen, sogar in Führung zu gehen. Erst in der 54. Minute gelang dies erstmalig beim Stand von 17:16.

In einer hoch spannenden Schlussphase, die die Ruhrtaler zum Teil in Unterzahl bestreiten mussten, erkämpften sich die Ruhrtaler Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 20:19 Endstand den ersten Heimsieg der Saison.

Auch Trainer Stephan Pade war erleichtert über den Ausgang des Spiels: „Scheinbar hatte der Tabellenstand Auswirkungen auf unsere Gemüter, denn was in den ersten knapp 33 Minuten des Spiels passiert ist, lässt fast keine andere Erklärung zu. Bis auf Cedric Böhmer hatte in dieser Phase niemand auch nur annähernd seine Normalform erreicht. Dies spiegelte sich wieder in unzähligen Fehlversuchen und Ballverlusten vor dem gegnerischen Tor. Zudem machten uns immer wieder individuelle unkonzentriertheiten in der Abwehr zu schaffen. Das Resultat war der höchste Rückstand des Spiels mit 4:11. Glücklicherweise gelang es und noch vor der Pause diesen auf 4 Tore zu verkürzen.

Beachtlich war dann allerdings, trotz der zuvor genannten Schwierigkeiten, die Moral, welche die gesamte Mannschaft bewies. So konnten wir erstmals in der 54. Minute beim Stand von 17:16 das Spiel komplett drehen. Das nötige Quäntchen Glück, welches uns in den ersten 30 Minuten noch fehlte, stand uns dann in den Schlussminuten zur Seite, sodass wir dann, zwar glücklich, aber nicht unverdient, unseren zweiten Saisonsieg einfahren konnten. Herauszuheben ist dabei die Leistung von Cedric Böhmer über die gesamte Spielzeit, sowie die deutliche Steigerung der Abwehr und des dann guten Torhüters Jakob Böker.“

Es spielten: Böker, Agatz, Glass, Böhmer (6), Osthaus (3/1), Andersen, Gies (1), Dickamp (1), Teeke (2), Ader (3), Hensel (3), Winter, Küper (1)