Ruhrtaler tun sich in eigener Halle schwer

Mit der zweiten Mannschaft des TuS Höchsten kam vergangenes Wochenende die nächste Mannschaft mit der die Ruhrtaler noch eine Rechnung offen hatten in die Jahnhalle.

Doch die erste Halbzeit weckte zunächst unerfreuliche Erinnerungen an das Hinspiel. Eine statische Spielweise im Angriff brachte die Gäste zu selten in Bewegung, um den Ruhrtalern die nötigen Räume zu ermöglichen. Leider konnte man das über die eigenen Abwehrreihen nicht behaupten. Fehlerhafte Absprachen und eine zu geringe Beinarbeit verschafften den Rückraumschützen des TuS Höchsten immer wieder gute Wurfpositionen, die konsequent genutzt wurden. Bereits Mitte der ersten Halbzeit liefen die Ruhrtaler dadurch bereits einer 4-Tore Führung hinterher (5:9 nach 18 Minuten). Wenige Minuten später gelang es den Gästen sogar, diese Führung erstmalig auf 6 Tore auszubauen, was die Ruhrtaler bis zum Halbzeitstand von 10:14 jedoch wieder revidieren konnten. Der Leistung der Mannschaft entsprechend, fiel auch die Halbzeitansprache von Trainer Stephan Pade sehr deutlich aus. Er forderte vor allem die nötige Laufbereitschaft und mehr Biss von seiner Mannschaft ein.

Dieser Appell zeigte mit Beginn der zweiten Halbzeit auch umgehend Wirkung. Innerhalb weniger Minuten kämpften sich die Ruhrtaler, die nun ein deutlich höheres Tempo an den Tag legten, bis auf 1 Tor heran. Die erste Führung für die Gastgeber in der zweiten Halbzeit gelang allerdings erst in den letzten 15 Minuten  der Partie (20:19). In einer extrem spannenden Schlussphase, in der die Gäste zunächst mit 2 Toren in Führung gingen, konnten die Ruhrtaler das Ruder nochmals herumreißen und einen hart erkämpften, aber nicht unverdienten, 23:22 Sieg einfahren.

Will man am nächsten Freitag gegen die Zweitvertretung aus Brechten im Nachholspiel jedoch auch punkten, so muss hier eine deutliche Leistungssteigerung, sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr, stattfinden.

Auch Trainer Stephan Pade blickt mit gemischten Gefühlen auf das Spiel zurück:

„Nach unzureichender erster Hälfte, in der wir vor allem den letzten Einsatzwillen und die nötige Laufbereitschaft haben vermissen lassen, kamen wir deutlich motivierter aus der Kabine. Hier haben wir direkt nach Wiederanpfiff das gezeigt, was uns in der Regel auszeichnet: Kampfgeist, hohe Laufbereitschaft und Tempospiel. Nun hat auch unsere Abwehr inklusive Torhüter gut ins Spiel zurückgefunden und dies nach ursprünglich 6 Toren Rückstand (7:13 kurz vor der Pause) in einen Sieg umgewandelt. In der zweiten Hälfte konnte man sehen, warum wir von den letzten 13 Spielen lediglich eines, unglücklich gegen den Tabellenführer Husen-Kurl, mit einem Tor verloren haben. Für mich als Trainer immer erfreulich: die geschlossen gute Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit.“

Es spielten: Böker, Agatz, Küper (3), Denner (2), Glass (5), Cassel, Osthaus (4), Teeke (3/3), Gies (1), Winter, Dickamp (2), Ader (3)