Unkonzentrierte Ruhrtaler kommen gegen Tabellenschlusslicht nicht über ein Unentschieden hinaus

Zum Start der Rückrunde weckten die zuletzt so sicheren Ruhrtaler Erinnerungen an den desaströsen Saisonstart. Bereits innerhalb der ersten Spielminuten vergaben die Ruhrtaler zahlreiche hochkarätige Torchancen. Durch die zunächst ebenfalls zu passiv und langsam agierende Abwehr musste man mit ansehen, wie der Tabellenletzte aus Dortmund Stück für Stück davonzogen. Nach 19 Minuten gelang der ersten Mannschaft lediglich 2 Tore (6:2). Zwar schraubten die Ruhrtaler die Torfrequenz anschliessend etwas nach oben und konnten bis zur Pause auf 9:8 verkürzen, Grund zur Euphorie bestand jedoch noch lange nicht. Zu unkonzentriert war dazu das Angriffsspiel, in dem man die gegnerische Abwehr zwar immer wieder ausspielte, dann jedoch am gegnerischen Torhüter oder dem Aluminium scheiterte.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Jedes Tor mussten sich die Ruhrtaler aufgrund ihrer Abschlussschwäche quasi doppelt erarbeiten, konnten jedoch trotzdem zum 11:11 ausgleichen. Einen wirklichen Aufschwung konnte dies der ersten Mannschaft jedoch nicht geben, nach 20 Minuten lag man wieder mit 3 Toren zurück (18:15). Erst in den Schlussminuten gelang den Ruhrtalern nach etlichen weiteren vergebenen Chancen der Ausgleich zum Endstand von 19:19. Sekunden vor dem Ende wäre sogar noch ein Sieg drin gewesen, doch passend zum bisherigen Spielverlauf  vergab man auch diese Chance.

Entsprechend frustriert war auch Trainer Stephan Pade nach dem enttäuschenden Remis: „Über die Abwehrleistung inklusive der Torhüter gibt es nicht viel zu sagen. Bis auf wenige Szenen ist das ein ganz ordentlicher Auftritt gewesen. Dafür spricht auch die Zahl von 19 Gegentoren. Was wir allerdings dafür vorne in Puncto Abschluss demonstriert haben, war an diesem Tag wirklich unter aller Kanone. Und das sage ich, ohne gegenüber den gegnerischen Torhütern respektlos sein zu wollen. Dafür spricht die Bilanz von insgesamt 23 Fehlversuchen und 5 vergebenen 7-Metern. Schlimm dabei ist nur, dass von diesen insgesamt dann 28 Fehlversuchen 25 glasklare Torchancen waren. Es ging in diesem Spiel also nicht darum, dass wir spielerisch versagt hätten. Wir sind letztendlich lediglich an unserer Abschlussschwäche gescheitert. Angenehme Ausnahme dabei, zumindest weitestgehend, war Rückraumspieler Dominik Ader.“

Es spielten: Böker, Agatz, Gies, Küper (1), Ader (8/1), Teeke (3), Glass (3), Cassel (2), Böhmer, Dickamp (1), Winter, Andersen (1)